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Klimastreik in Nürnberg – Autofahrer müssen mit Staus rechnen | BR24

© dpa/pa, Christophe Gateau

Ein Demonstrant der Bewegung Fridays For Future geht mit einem Plakat mit einer gezeichneten weinenden Erde durch die Stadt

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    Klimastreik in Nürnberg – Autofahrer müssen mit Staus rechnen

    Die Aktivisten von Fridays for Future gehen in Nürnberg für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Dazu werden etwa 1.000 Demonstranten erwartet. Autofahrer müssen deswegen mit Staus und Verkehrsbehinderungen rechnen, teilt die Polizei mit.

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    Sie demonstrieren wieder für das Klima: Am Freitag (25.09.20) zwischen 12.30 Uhr und 15.30 Uhr ist in Nürnberg wieder eine Versammlung der Aktivisten "Fridays for Future" geplant. Etwa 1.000 Demonstranten wollen kommen. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, die corona-bedingt gelten, findet die Kundgebungen und der Demonstrationszug auf den Straßen der Noris statt. Das Thema der heutigen Veranstaltung lautet "KeinGradWeiter".

    Autofahrer müssen mit Staus rechnen

    Die Protestaktion startet in Nürnberg am Frauentorgraben in Höhe der Färberstraße in Richtung Hauptbahnhof. Über den Bahnhofsplatz und die Gleißbühlstraße ziehen die Aktivisten zum Rathenauplatz. Dann geht es über den Marientorgraben zurück zum Färbertor. Die Polizei wird temporär die Streckenabschnitte sperren. Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen.

    1.000 Teilnehmer in Nürnberg erwartet

    Damit stets genügend Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, laufen die Aktivisten in Nürnberg auf der Fahrbahn. In jeder Reihe sollen maximal drei Personen laufen, so dass jeder eine Fahrspur besetzt. Eine Maske ist zudem Pflicht.

    "Durch das Hygienekonzept wollen wir die Demo so sicher wie möglich machen. Trotz Corona ist es wichtig, auf die Straße zu gehen, denn die Klimakrise wartet nicht wegen der Pandemie." Fabia Klein, Sprecherin von Fridays for Future Nürnberg

    Zudem sei, anders als in München, der Inzidenzwert in Nürnberg viel geringer, sagt Klein. Die Münchner Gruppe von Fridays for Future hatte ihre Groß-Veranstaltung in ihrer ursprünglichen Form auf der Theresienwiese kurzfristig abgesagt, weil der Inzidenzwert auf mehr als 50 in der Stadt gestiegen war. Stattdessen wollen die Aktivisten nun ab 14.00 Uhr den Schriftzug des Mottos "KeinGradWeiter" mit einer Menschenkette bilden. Dabei sollen die 500 Teilnehmer mindestens 1,5 Meter Abstand halten.

    Demos auch in anderen Städten in Franken

    In Erlangen haben die Aktivisten die Demonstration auf sechs Orte in und um Erlangen aufgeteilt. Um 13.00 Uhr starten gleichzeitig unterschiedliche Aktionen. In Bayreuth setzt sich ab 12.00 Uhr und in Bamberg ab 13.00 Uhr ein Protestzug in Bewegung. Weitere Aktionen finden unter anderem auch in Ansbach, Hof und Coburg statt.

    FFF-Aktivisten in Dinkelsbühl kommen mit dem Fahrrad

    Auch in Dinkelsbühl rufen die Organisatoren um 14.00 Uhr zu einer Demonstration auf. Die Aktivisten kommen mit dem Fahrrad und starten am Parkplatz des TSV Dinkelsbühl. Mit dem Rad könnten die vorgeschriebenen Abstände besser eingehalten und gleichzeitig auch auf das Thema klimafreundliche Mobilität aufmerksam gemacht werden, hieß es von den Organisatoren. Die Demonstration verläuft rund um Dinkelsbühl und soll am Marktplatz vor der St. Georgus Kirche enden. Anschließend folgt laut Veranstalter eine Kundgebung.

    Fridays for Future demonstriert unter anderem für den Kohleausstieg

    Die Bewegung Fridays for Future fordert, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Darüber hinaus fordern die jungen Aktivisten den Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende. Dem Globalen Klimastreik schließen sich unter anderem auch Greenpeace, der Bund Naturschutz und Parents for Future an. Auch "Churches for Future" beteiligen sich mit Andachten, Gebeten und Aktionen. In Nürnberg wird die Uhr der Auferstehungskirche in Zerzabelshof symbolisch um fünf Minuten vor zwölf stehenbleiben.

    In mehreren großen Städten in Bayern finden zum internationalen Klimastreik von Fridays for Future am Freitag Demonstrationen statt. Knapp 3.500 Teilnehmer wurden laut Polizei in Regensburg angemeldet. Insgesamt sind bundesweit 400 Demonstrationen geplant.

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