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Klimastreik: FFF ruft zu Plakataktion auf – LBV streikt virtuell | BR24

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Seit Wochen gab es wegen Corona keine großen Klimaproteste mehr. Am Freitag (24.04.20) haben Fridays for Future deshalb zum kontaktlosen Plakatprotest aufgerufen. Auch in Erlangen machten Aktivisten mit.

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Klimastreik: FFF ruft zu Plakataktion auf – LBV streikt virtuell

Die Aktivisten von "Fridays for Future" protestieren am Freitag wieder für den Klimaschutz. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, rufen sie zu einer Plakataktion in Nürnberg auf. Der Landesbund für Vogelschutz beteiligt sich virtuell am Streik.

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Von
  • Martin Hähnlein
  • Oliver Tubenauer

Nach einer coronabedingten Pause wollen die Aktivisten von "Fridays For Future" am Freitag wieder in der Nürnberger Innenstadt für den Klimaschutz protestieren. Anstelle einer Menschenansammlung rufen die Klimaschützer dazu auf, die Botschaften auf Plakate zu schreiben und diese auf öffentlichen Plätzen aufzustellen oder aufzuhängen.

Plakate, Transparente, Kreidezeichnungen

Die Menschen können auf allen möglichen Wegen ihren Protest zeigen: Auch Transparente an Fenstern oder Kreidezeichnungen auf dem Boden sind als Zeichen der Solidarität ausdrücklich erwünscht, so die Veranstalter. Ergänzt wird der Protest durch digitale Angebote wie Reden und Musik, die im deutschen YouTube-Kanal von Fridays For Future gestreamt werden.

LBV streikt virtuell

Auch der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und seine Nachwuchsorganisation (NAJU) rufen an diesem Freitag zum Klimastreik auf – allerdings ausschließlich virtuell. Damit beteiligen sich die Organisationen an einer weltweiten Aktion, die aufgrund der aktuellen Pandemie ausschließlich virtuell im Livestream stattfinden soll. LBV-Geschäftsführer Helmut Beran ruft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die mehr als 100.000 LBV- und NAJU-Unterstützer zum "Netzstreik fürs Klima" auf.

"Wir zeigen am Freitag auch zuhause Flagge für einen wirksamen Klimaschutz im Land. Auch wenn das öffentliche Leben größtenteils ruht, die Klimakrise macht keine Pause. Deshalb nehmen LBV, NABU und NAJU in ganz Deutschland teil am virtuellen weltweiten Protest, damit unsere Kinder und die Artenvielfalt eine Zukunft haben." Helmut Beran, LBV-Geschäftsführer

Ziel: Aus der Krise lernen

Aus den derzeitigen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie leiten die Initiatoren eine Vorgehensweise zum Klimaschutz ab. Denn die Politik handele derzeit entschlossen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nun gelte es, diese Entschlossenheit auch im Kampf gegen die Klimakrise zu beweisen.

Am Freitag um 12 Uhr startet der Livestream mit Konzerten, Schaltungen zu Ortsgruppen und internationalen Gästen. Neben dem LBV haben zahlreiche weitere Organisationen zum virtuellen Klimastreik aufgerufen, beispielsweise Attac, Greenpeace, der WWF und die Klima Allianz Deutschland.

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