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Die Stadt Augsburg unterstützt das Ziel des Pariser Klimabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Wie, das wird Oberbürgermeisterin Weber heute im Stadtrat erklären. Das Augsburger Klimacamp lobt das Klimaschutz-Sofortprogramm.

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Augsburger Stadtrat beschließt Klimaschutz-Sofortprogramm

Die Stadt Augsburg unterstützt das Ziel des Pariser Klimabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das soll mithilfe eines Klimaschutz-Sofortprogrammes gelingen, das jetzt vom Augsburger Stadtrat beschlossen worden ist.

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Von
  • Susanne Hofmann
  • Roswitha Polaschek

Mithilfe eines Zehn-Punkte-Programms will die Stadtregierung daran arbeiten, dass Augsburg seinen Beitrag zu den Klimaschutz-Zielen leistet. Oberbürgermeisterin Eva Weber hat das entsprechende Klimaschutz-Sofortprogramm am Donnerstag vorgestellt, der Stadtrat hat dem Programm zugestimmt.

Der Plan für das Klimaschutz-Sofortabkommen soll bis Oktober stehen

Unter anderem soll für das Programm die Verwaltung beauftragt werden, bis Ende Oktober 2021 einen konkreten Plan zu erarbeiten, um die notwendige Reduktion von Treibhausgasen in Augsburg zu erreichen. Als Vorlage dafür soll eine Studie dienen, welche die Stadt in Auftrag gegeben hat. Diese soll laut Beschlussvorlage "klar definierte Umsetzungsschritte und die dazu notwendigen politischen Weichenstellungen aufzeigen". Sämtliche städtische Akteure sind dazu aufgefordert, in ihren Bereichen aktiv daran zu arbeiten, zur Klimaneutralität der Stadt beizutragen. Jährliche Bilanzen sollen hier für Transparenz sorgen.

Gemeinsam mit Bürgern und Fachleuten zum Augsburger Klimaschutz-Abkommen

Geplant ist auch, im 1. Quartal 2021 die Bürger und Experten im Rahmen eines "Beteiligungskonzeptes" mit ins Boot zu holen. Auch einen monatlichen Dialog mit den Akteuren und Akteurinnen der Augsburger Klima-Bewegung strebt die Stadtregierung an, ebenso wie ein "Beteiligungsformat", das einen repräsentativen Querschnitt der Augsburger Bevölkerung mit einbezieht und Empfehlungen an den Stadtrat abgeben kann.

Bereits beschlossenes Ziel der Stadt ist die Halbierung des Kohlendioxid-Ausstoßes pro Einwohner auf 4,75 Tonnen jährlich bis zum Jahr 2030. Im vergangenen Jahr lag er bei rund 7,43 Tonnen pro Bürger.

Klimacamp begrüßt Augsburger Klimaschutz-Abkommen

Das Augsburger Klimacamp hat das Klimaschutz-Sofortprogramm von Oberbürgermeisterin Eva Weber als "Hoffnungsschimmer am Horizont" bezeichnet. In einer Pressemitteilung begrüßen die Aktivisten das Programm als einen Schritt zu einer klimagerechten Stadt. Sie verbuchen diesen Schritt auch als Erfolg der Klimagerechtigkeitsbewegung. Allerdings, so ihre Kritik, mangele es dem Programm an "dringend erforderlichen mutigen Maßnahmen, die alle hinlänglich bekannt sind."

Klimacamp-Aktivisten loben Bürgerbeteiligung am Klimaschutz-Abkommen

Hoffnung verknüpfen die Klimaschützer mit dem Vorhaben der Stadt, die Bürger stärker mit einzubeziehen. So habe ein repräsentativer Bürgerrat in Frankreich ein Verbot von Inlandsflügen und ein Tempolimit von 110 auf Autobahnen empfohlen. Aufgrund täglicher Gespräche mit Passanten seien sie davon überzeugt, dass die Augsburger Bevölkerung kluge Entscheidungen zu mehr Klimagerechtigkeit treffen könne.

Klimacamp: Stadt Augsburg soll Druck auf Freistaat und Bund ausüben

Auch wenn die Bekämpfung der Corona-Pandemie die finanziellen Spielräume der Stadt einschränkt, gebe es Grund zu Zuversicht, so die Aktivisten: "Es werden große Konjunkturpakete geschnürt werden. Diese bieten die einzigartige Chance, Wirtschaft und Gesellschaft in kürzestmöglicher Zeit klimafreundlich umzubauen". Jetzt sei es an der Stadt, über alle verfügbaren Kanäle Druck auf den Freistaat und den Bund auszuüben. Noch reichten die Ankündigungen nicht dazu aus, alle Sorgen um die klimatische Existenzgrundlage der heutigen Generation und ihrer Kinder fahrenzulassen.

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