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Klimaschutz: MAN-Spartenchef fordert höhere CO2-Preise | BR24

© picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Schiffsmotoren werden häufig mit besonders umweltschädlichem Schweröl betrieben.

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    Klimaschutz: MAN-Spartenchef fordert höhere CO2-Preise

    Der Chef des Augsburger Schiffsmotorenbauers MAN Energy Solutions fordert einen deutlich höheren CO2-Preis als von der Bundesregierung vorgesehen. Nur so würden synthetische Kraftstoffe und Speicheranlagen attraktiv, sagte Uwe Lauber einer Zeitung.

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    Der Chef des Großmotorenbauers MAN Energy Solutions, Uwe Lauber, fordert in der "Augsburger Allgemeinen" einen deutlich höheren Preis für CO2-Emissionen, als ihn die Bundesregierung aktuell plant. Dies sei nötig, um für einen effektiven Klimaschutz notwendige Innovationen voranzubringen, sagte der Vorstandsvorsitzende des nach eigenen Angaben weltgrößten Herstellers von Schiffsdieselmotoren dem Blatt.

    Umweltfreundliche Lösungen sollen finanziell attraktiv werden

    "In dem Moment, wo Emissionen Geld kosten, steigt das Interesse, umweltfreundlichere Lösungen einzusetzen, um die Kosten zu senken", wird Lauber weiter zitiert. Dafür reiche der in Deutschland ab 2021 geltende CO2-Preis von 25 Euro, welcher bis 2025 auf 55 Euro ansteigen soll, bei weitem nicht aus.

    "Um synthetische gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen attraktiv und Klimaschutz zu einem Business Case zu machen", brauche es einen doppelt so hohen Preis: nämlich 110 Euro für jede Tonne CO2, die ausgestoßen wird. Dann würde es sich etwa rechnen, so Lauber weiter, größere Speicheranlagen für umweltfreundlichere, synthetische Kraftstoffe zu bauen.

    Auch VW-Boss fordert höheren CO2-Preis

    Erst vor zwei Tagen hatte auch Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des MAN-Hauptaktionärs Volkswagen, beim Weltwirtschaftsforum in Davos einen deutlich höheren CO2-Preis in Deutschland gefordert.