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Klimaschutz in unterfränkischen Handwerksbetrieben | BR24

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Die Handwerkskammer für Unterfranken hat heute die Ergebnisse einer Umfrage unter unterfränkischen Handwerksbetrieben vorgestellt: Knapp 600 Betriebe erzeugen ihren Strom durch erneuerbare Energien selbst.

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Klimaschutz in unterfränkischen Handwerksbetrieben

Die Handwerkskammer für Unterfranken hat heute die Ergebnisse einer Umfrage unter unterfränkischen Handwerksbetrieben vorgestellt: Knapp 600 Betriebe erzeugen ihren Strom durch erneuerbare Energien selbst.

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Der Präsident der Handwerkskammer Unterfranken Walter Heußlein hat heute die Ergebnisse einer Umfrage mit dem Titel "Erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien" vorgestellt: Von 11.400 befragten Betrieben haben 1.140 eine Rückmeldung gegeben. Von ihnen erzeugt etwa die Hälfte (49 Prozent) ihren Strom durch erneuerbare Energien selbst. 58 Prozent davon wiederum nutzen ihren Strom vorwiegend oder ausschließlich zum Eigenverbrauch. Gerade Photovoltaikanlagen seien beliebt. Heußlein betont, dass Klimaschutz im unterfränkischen Handwerk einen hohen Stellenwert habe. Die Ergebnisse sollen an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreicht werden.

2019 rund 1.000 Lehrstellen nicht besetzt werden

Außerdem erklärte Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul, dass sich die Ausbildungszahlen im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten hätten. Insgesamt 2.759 junge Menschen begannen 2019 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk. Im Vergleich zum Jahr 2018 ist die Zahl der neuen Lehrlinge leicht um 2,7 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konnten rund 1.000 Lehrstellen nicht besetzt werden, weil geeignete Bewerber fehlten. Gründe hierfür seien der demografische Wandel - weniger Schulabgänger insgesamt - und der Trend zum Studium.

Handwerk ist gespannt auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Eine positive Entwicklung für das unterfränkische Handwerk seien junge, zugewanderte Menschen aus dem Ausland. 209 der neuen Lehrlinge im Jahr 2019 waren Menschen aus den acht häufigsten Asylantragsländern. Man sei gespannt auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März in Kraft tritt. "Das Gesetz erleichtert die Zuwanderung beruflich qualifizierter Fachkräfte, die das Handwerk dringend braucht", so Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul. Grundsätzlich will die Handwerkskammer künftig noch innovativer und moderner um neue Arbeitskräfte werben. Als positives Zeichen nach außen ordnet Paul die neue Bezeichnung "Bachelor Professional" statt Meister ein - so werde die Gleichrangigkeit zum Studium deutlich gemacht.