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Klimafreundliche Zukunft: Metropolregion braucht ÖPNV-Ausbau | BR24

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Für eine klimafreundliche Zukunft braucht es in der Metropolregion Nürnberg einen Ausbau im öffentliche Personennahverkehr.

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    Klimafreundliche Zukunft: Metropolregion braucht ÖPNV-Ausbau

    Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist der Schlüssel für eine klimafreundliche Zukunft in der Metropolregion Nürnberg. Dazu müssen das Netz sowie die Taktung des ÖPNVs ausgebaut werden.

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    Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist der Schlüssel für eine klimafreundliche Zukunft – in der Metropolregion Nürnberg wie auch in anderen Ballungsräumen in Bayern. Darüber waren sich die Referenten der Konferenz "Zukunft der Mobilität" in Nürnberg schnell einig:

    Netz und Taktung des ÖPNVs ausbauen

    Sowohl Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonten, dass das Netz sowie die Taktung des ÖPNVs ausgebaut werden müssen. Ein zentrales Projekt in der Region sei dabei zum Beispiel die geplante Stadt-Umland-Bahn, die Nürnberg mit Erlangen und Herzogenaurach verbinden wird, so Maly.

    Bayernweit einheitlicher ÖPNV-Tarif

    Zudem müssen attraktive Tarife angeboten werden. "Wir müssen zum Beispiel ein bayernweit einheitlichen ÖPNV-Tarif in den nächsten Jahren entwickeln. Und mit dem 365-Euro-Ticket ein attraktives Angebot – erstmal für Schüler und Auszubildende – in Bayern schaffen", sagte Herrmann. Im Verkehrsverband Großraum Nürnberg wird das Ticket ab August 2020 eingeführt.

    Kein 365-Euro-Ticket für alle Nutzer

    Der Ausbau des ÖPNV koste viel Geld und wird Jahrzehnte dauern. Immerhin stelle der Bund mit dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz aber in den nächsten Jahren Milliarden für den ÖPNV in Deutschland zur Verfügung, betonte Herrmann. Und auch der Freistaat schieße den Kommunen Fördergelder zu. Ein 365-Euro-Ticket für alle Nutzer, sei dennoch finanziell nicht zu stemmen, kontert Maly. Durch einen attraktiven ÖPNV hoffen die Verantwortlichen, dass mehr Autofahrer in Bus und Bahn umsteigen.

    Nürnberg eine der Stauhauptstädte Deutschlands

    Rund 300.000 Autos und eine hohe Zahl an Berufspendler machen Nürnberg zum Beispiel zu einer der Stauhauptstädte Deutschlands. Doch ganz ohne Auto wird es nicht gehen, sagte Herrmann. In manchen ländlichen Regionen könne der Takt des ÖPNV nicht rentabel verdichtet werden. Deshalb setzt der Minister auf eine bessere Steuerung des Straßenverkehrs, indem beispielsweise die Autofahrer rechtzeitig über Staus informiert werden und diese umfahren können. Zudem müssen alternative Antriebe her – ob nun Elektromotoren oder Wasserstoffantriebe. Innerhalb der Städte sei aber der ÖPNV und auch das Rad die erste Wahl, so Herrmann.