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Seit mehr als zwei Wochen campieren Aktivisten von "Fridays for Future" vor dem Augsburger Rathaus. Aus Protest gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Am Freitag wollen sie bekanntgeben, wie es weitergeht.

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"Klima-Camp" Augsburg: Aktivisten rechnen mit Eil-Entscheidung

Demo oder Workshop? Stadt und Aktivisten bewerten das "Klima-Camp" in Augsburg ganz unterschiedlich. Jetzt ist das Verwaltungsgericht am Zug. "Fridays for Future" erwartet noch am heutigen Freitag eine Entscheidung darüber, ob das Camp bleiben kann.

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Von
  • Kilian Geiser
  • Mario Kubina

Seit mehr als zwei Wochen campieren Klima-Aktivisten von "Fridays for Future" vor dem Augsburger Rathaus. Anfangs hat die Stadt das Gespräch gesucht, mittlerweile wird das Camp nur noch geduldet. Der Grund: Die Stadt Augsburg sieht in dem Camp keine vom Demonstrationsrecht geschützte Versammlung, sondern eher eine Art Polit-Workshop.

Klima-Camp Augsburg: Gericht ist am Zug

Eine Einschätzung, gegen die sich "Fridays for Future" vor Gericht wehrt. Allein die Tatsache, dass man seit mehr als zwei Wochen bei Wind und Wetter unter Pavillons campiere, zeige, wie ernst ihnen die Sache sei, so die Aktivisten. Sie haben das Augsburger Verwaltungsgericht eingeschaltet und rechnen noch für den heutigen Freitag mit einer Entscheidung. Dann wird sich zeigen, ob das Klima-Camp am Rathaus bleiben kann. Für den Vormittag ist eine Pressekonferenz geplant.

Klima-Aktivisten wollen früheren Kohleausstieg

Anlass für den aktuellen Protest ist das Kohleausstiegsgesetz auf Bundesebene. "Fridays for Future" will, dass die letzten Kohlekraftwerke früher abgeschaltet werden als im Gesetz vorgesehen - nämlich bis 2030 und nicht erst 2038. Und auch die Stadt Augsburg könnte aus Sicht der Klima-Aktivisten mehr gegen die Erderwärmung tun. Bis zum Jahr 2050 dürfe in der Stadt maximal ein Drittel der CO2-Menge ausgestoßen werden, die in den Klimazielen der Stadt zu finden sei, so die Aktivisten.

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