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Kleinwalsertal: Landrätin fordert Handeln der Staatsregierung | BR24

© BR, Marianne Bitsch

Kleinwalsertal

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    Kleinwalsertal: Landrätin fordert Handeln der Staatsregierung

    Da das Kleinwalsertal zum österreichischen Vorarlberg gehört, gilt die deutsche Reisewarnung. Die Bewohner sind de facto eingeschlossen, da es nur über das Allgäu erreichbar ist. Die Ostallgäuer Landrätin fordert die Staatsregierung auf zu handeln.

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    Für die Bewohner des Kleinwalsertals gibt es nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amts immerhin eine kleine Erleichterung. Sie dürfen jetzt auch zum Einkaufen nach Deutschland fahren. Bisher waren nach der vom Auswärtigen Amt ausgesprochenen Reisewarnung nur Fahrten zum Arbeitsplatz oder in die Schule erlaubt.

    Erinnerungen an den Lockdown

    Trotzdem: Dass das Robert-Koch-Institut das österreichische Bundesland Vorarlberg zum Corona-Risiko-Gebiet erklärt hat, ist für die Einwohner des Kleinwalsertals eine mittlere Katastrophe: Das Tal gehört zwar zu Vorarlberg, ist aber nur von Deutschland aus erreichbar. Die Walser sind damit weitgehend eingesperrt und fühlen sich stark an den Lockdown erinnert. Einen Corona-Fall gibt es dort derzeit nicht.

    Landrätin fordert Lösungen von Bund und Land

    Deshalb fordert die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker nun individuelle Lösungen, um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch nicht pauschal zu unterbinden. "Wir fordern die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung auf, eine rasche und langfristige Lösung zum Wohle der Menschen in diesen beiden Gebieten herbeizuführen", so Zinnecker, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH ist.

    Kleinwalsertal soll nicht mehr Risiko-Gebiet sein

    Der Aufsichtsrat der Standort- und Tourismusgesellschaft Allgäu GmbH setzt sich dafür ein, dass die beiden österreichischen Exklaven Kleinwalsertal und Jungholz nicht mehr länger als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Der Aufsichtsrat unterstütze die Bemühungen, die beiden unmittelbar ans Allgäu angrenzenden Gebiete aus den pauschalen Einstufungen der Länder Tirol und Vorarlberg als Risikogebiete herauszulösen, teilte die Allgäu GmbH heute mit.

    Offene Verbindung ist Lebensgrundlage

    Da das Kleinwalsertal und Jungholz nur über bayerisches Staatsgebiet erreichbar seien, treffe die Reisewarnung die beiden Exklaven deutlich stärker als die entsprechenden Bundesländer insgesamt und werde zu einer Existenzfrage für die Menschen in beiden Gebieten, heißt es von der Allgäu GmbH.

    Eine Neu-Regelung des Status beider Gemeinden sei daher dringend notwendig. "Gesellschaftlich wie wirtschaftlich sind Österreicher und Deutsche in unserer Region von Füssen bis Lindau aufs engste verzahnt. Für Gesundheitsversorgung, Bildung und Wirtschaft ist eine offene Verbindung die Grundlage für das Leben und Arbeiten der Menschen", so Zinnecker.

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