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Kleinstadt Rehau wird zum Corona-Hotspot: Massentests starten | BR24

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Im oberfränkischen Rehau haben sich in kürzester Zeit 15 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, sind Massentests geplant. Möglichst von allen 10.000 Einwohnern sollen Abstriche genommen werden.

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Kleinstadt Rehau wird zum Corona-Hotspot: Massentests starten

Im oberfränkischen Rehau haben sich in kürzester Zeit 15 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Um den Ausbruch einzudämmen, wird ab heute massenhaft getestet. Möglichst von allen 10.000 Einwohnern sollen Abstriche genommen werden.

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In der Kleinstadt Rehau bei Hof breitet sich das Coronavirus aus. Binnen weniger Tage wurden mindestens 15 Menschen positiv getestet. Es handele sich um die ersten Covid-19-Fälle im Landkreis Hof seit fünf Wochen, erklärte Landrat Oliver Bär (CSU) auf einer Telefon-Pressekonferenz. Er sprach von einem lokalen Corona-Hotspot.

Alle 10.000 Einwohner können sich testen lassen

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gibt es ab Mittwoch Massentests an einer mobilen Teststation. Am Sportzentrum in Rehau können in den nächsten Tagen jeweils ab 13.30 Uhr alle rund 10.000 Einwohner einen Abstrich von sich nehmen lassen. Das sei freiwillig und kostenlos, sagte Landrat Bär.

Außerdem sind ab nächster Woche Reihentests in den drei Seniorenheimen in der Stadt geplant. Bislang seien aber keine Kontakte von den Corona-Erkrankten zu Altenheim-Bewohnern bekannt, betonten Landrat Bär und Rehaus Bürgermeister Michael Abraham (CSU). Dieser rief die Einwohner zur Besonnenheit auf.

"Bitte behalten Sie Ruhe. Halten Sie die Hygiene-Vorschriften ein, Abstand halten und bitte tragen Sie Mundschutz, dann hoffen wir, dass wir auch diese Krise überstehen werden." Michael Abraham, Bürgermeister von Rehau.

Quarantäne für zwei Schulklassen

Der erste der bislang 15 positiv Getesteten war ein Vater. Mittlerweile wurden auch zwei Kinder der Familie positiv getestet. Deshalb mussten bereits zwei Klassen der Gutenberg-Schule in Rehau unter Quarantäne gestellt werden.

Unter den bislang 15 positiv Getesteten gibt es keine weiteren Fällen an der Schulen, betonte eine Vertreterin des Gesundheitsamts Hof. "Das Hygiene-Konzept der Schule hat gewirkt", so Landrat Bär.

Wiederholung der Tests geplant

Bislang wurden 100 Personen getestet. Von 71 liegen bereits Testergebnisse vor. Die 29 weiteren Ergebnissen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) werden im Lauf des Mittwochs erwartet.

Das Gesundheitsamt versucht momentan die Infektionsketten nachzuvollziehen, ruft alle Kontaktpersonen an und ordnet je nach der Enge des Kontakts auch Tests und Quarantäne an. Die Tests bei den Kontaktpersonen der sogenannten Kategorie 1 werden nach einigen Tagen wiederholt.

Lockdown noch nicht notwendig

Mit den aktuell 15 Fällen sind die rund 100.000 Einwohner im Landkreis Hof momentan von einem möglichen Lockdown noch entfernt; diese Regel gilt erst ab 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis oder kreisfreier Stadt. "Wir beobachten die Entwicklung und behalten uns auch weitere Maßnahmen vor", so Landrat Bär auf BR-Anfrage.

Mit Maske zur mobilen Teststation

Wer sich kostenlos testen lassen will, sollte nach Möglichkeit mit dem Auto vorfahren. Wer zu Fuß kommt, soll eine Maske tragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. Der Landrat wies auf die Einhaltung der geltenden Corona-Hygiene-Maßnahmen hin.

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