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Bildrechte: Georg Bayerle/BR

Am ausgesetzten Westgrat der Hochplatte

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    Klassiker in den Ammergauer Alpen: Tour auf die Hochplatte

    Ein bekannter Gipfel in den Ammergauer Alpen ist die Hochplatte. 2.082 Meter hoch ist der Berg, der vom Ostallgäu her aussieht wie ein felsiges Schiff im Gebirge. Es ist eine Tour für Geübte mit leichter Kraxelei, und sie erfordert Schwindelfreiheit.

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    Von
    • Georg Bayerle

    2.082 Meter hoch ist die Hochplatte. Es gibt mehrere Aufstiegswege. Der bekannteste beginnt im Ammertal kurz vor der Grenze nach Österreich. Abgesehen vom gewaltigen Lärm mancher Motorräder und dem überbordenden Ausflugsverkehr an Wochenenden überwältigt hier das Gebirge die Zivilisation. Unter dunkelgrünen Wetterfichten geht es los, und dann liegt da eine buntgesprenkelte Blumenwiese im Wald.

    Alte Weidetradition unter Bergahorn

    Gerade noch lässt sich das Viereck aus moosüberwachsenen Flusssteinen unter einem weit verzweigten Bergahorn erkennen. Dort weiden seit vielen Jahren Schafe. Peter-Georg Hauser kommt aus Reutte und führt eine alte Weidetradition fort.

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    Schafe weiden auf Wiesen unter Bäumen am Fuße der Hochplatte in den Ammergauer Bergen

    Der Zoll ist hier, genau an der Staatsgrenze, verschwunden. Aber das Gefühl, dass die Natur noch in einem ursprünglichen Zustand ist, bleibt. Erst recht beim Aufstieg auf schmalem Steig ins Roggental, das zu den besonders schönen Ammergauer Schluchten zählt. Am Weg liegen Kaskaden und Gumpen, es plätschert und rauscht über die Felsen hinunter.

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    Kaskaden, Wasserfälle und Gumpen auf dem Weg zur Hochplatte in den Ammergauer Alpen

    Kein Geheimtipp mehr - Zauber aber noch vorhanden

    Wer genau hinschaut, entdeckt die Orchideen, wie das weiße Waldvöglein und sogar den Frauenschuh. Die zahlreichen Bäche erzeugen eine Symphonie des Wassers.

    Ein Geheimtipp ist die Hochplatte aber schon lange nicht mehr. Wir haben öfters abenteuerliche Begehungsversuche und Stau am Gipfelgrat beobachtet. Solange man den Stoßzeiten ausweicht und sich alle respektvoll bewegen, behalten aber auch solche Naturschönheiten wie die Ammergauer Berge ihren einzigartigen Zauber. Das zeigt sich auch an den Wegen, die immer noch schmal und unscheinbar sind. Am Talschluss liegt die Hochplatte vor Augen – der leichtere Zustieg führt rechtsrum über den Ostgrat.

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    Der Gipfel der Hochplatte im Ammergebirge, darunter Schneereste vom Frühjahr

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