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Bayern

Klärschlamm aus Schwandorf nach Straubing? | BR24

© pa/dpa/Nicolas Armer

Ein Haufen Klärschlamm

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    Klärschlamm aus Schwandorf nach Straubing?

    Klärschlamm aus Schwandorf in der Oberpfalz könnte schon bald nach Straubing in Niederbayern transportiert werden. Der Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf will sich dort an der geplanten Klärschlamm-Verbrennungsanlage beteiligen.

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    An der geplanten Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Straubing will sich möglicherweise auch der Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf beteiligen. Diesbezüglich laufen aktuell Gespräche, heißt es von der Geschäftsführung der Straubinger Entwässerung und Reinigung (SER) auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Konkrete Verträge wurden aber noch nicht unterschrieben.

    Stadtrat muss zustimmen

    Vor der möglichen Beteiligung müssen noch mehrere rechtliche Gegebenheiten geklärt werden, der Straubinger Stadtrat muss jeweils zustimmen. So muss in einer öffentlichen Sitzung über den Beitritt der SER GmbH zur Biomasse Straubing (BSR) entschieden werden. Die BSR würde die sogenannte Klärschlamm-Monoverbrennung planen sowie den Bau betreuen und den Betrieb übernehmen. Aus der Stadt und dem Landkreis Schwandorf könnten jährlich 12.000 Tonnen Klärschlamm nach Straubing gebracht werden. Vor Ort wollte keine Kommune eine eigene Anlage haben.

    61 Prozent der Bürger dafür

    Die geplante Klärschlamm-Monoverbrennung in Straubing soll pro Jahr 120.000 Tonnen Klärschlamm aufnehmen können. Aus dem verbrannten Klärschlamm kann Phosphor gewonnen werden, der für die Landwirtschaft (Dünger) oder das Baugewerbe (Gips) genutzt werden kann. Bei einem Bürgerentscheid Ende Mai, hatten 61 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Straubing für den Bau im Osten der Stadt ausgesprochen.