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Kitzingen: Gewalt gegen Polizisten – Bewährungsstrafen für Täter | BR24

© Barbara Markus/BR-Mainfranken

Am Amtsgericht Kitzingen sind zwei Männer für Attacken und Beleidigung gegenüber Polizisten verurteilt worden. Der 25-jährige Haupttäter erhielt eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, ein 23-jähriger eine von sechs Monaten – beide auf Bewährung.

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Kitzingen: Gewalt gegen Polizisten – Bewährungsstrafen für Täter

Am Amtsgericht Kitzingen sind zwei Männer für Attacken und Beleidigung gegenüber Polizisten verurteilt worden. Der 25-jährige Haupttäter erhielt eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, ein 23-jähriger eine von sechs Monaten – beide auf Bewährung.

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Die Richterin wertete es als positiv, dass beide Männer sich unmittelbar nach dem Vorfall bei den verletzten Beamten entschuldigt hatten. Von Haft hatte die Richterin auch abgesehen, um den beiden die berufliche Zukunft nicht zu verbauen, weil die Sozialprognose günstig sei. Der 23-Jährige steht vor dem Abschluss der Maurerlehre und will Meister werden, der 25-Jährige studiert Kunststofftechnik.

Angreifer bereuten ihr Verhalten vor Gericht

"Ich habe mich dumm gesoffen", bereute der 25-Jährige und zeigte sich voll geständig. Er hatte auch umgehend Schadensersatz und Schmerzensgeld von 7.000 Euro an die Beamten geleistet. Der jüngere gab an, so betrunken gewesen zu sein, dass er sich an so gut wie nichts erinnern könne. Er habe daraus die Lehre gezogen, sich künftig zurückzuhalten. Der 23-Jährige Azubi wurde zu einer Zahlung von 1.500 Euro in Raten verurteilt. Außerdem müssen beide Sozialstunden ableisten.

Staatsanwalt sprach sich für Gefängnis aus

Der Staatsanwalt wollte verhindern, dass die Freiheitsstrafen zur Bewährung ausgesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass es bei Gewalt gegen Polizisten in Uniform kein Pardon gibt. Im Prozess hatten die damals verletzten Polizeibeamten die Entschuldigung der beiden angenommen. Ein Beamter hatte einen Nasenbeinbruch und ein Schädel-Hirntrauma erlitten, der anderen Prellungen und Schürfwunden.

Situation bei Polizeikontrolle eskalierte

Der 25-Jährige und der 23-Jährige befanden sich zusammen mit einem zwölfjährigen Mädchen in einem Auto, das von einer nüchternen Frau gefahren wurde. Ihr Wagen geriet in eine Polizeikontrolle. Als die Beamten das Mädchen in Gewahrsam nehmen wollten, leistete erst der 23-Jährige Widerstand. Der 25-Jährige schloss sich an und die Situation eskalierte. Erst nachdem Verstärkung angefordert worden war, konnten die beiden Männer abgeführt werden.