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Bayerische Kitas und Schulen bekommen Corona-Selbsttests | BR24

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Das Personal an den bayerischen Kitas und Schulen, sowie auch ältere Schülerinnen und Schüler können sich ab kommender Woche regelmäßig selbst auf Corona testen. Das könnte ein wichtiger Schritt wieder zu mehr Präsenzunterricht sein.

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Bayerische Kitas und Schulen bekommen Corona-Selbsttests

Das Personal an den bayerischen Kitas und Schulen sowie auch ältere Schülerinnen und Schüler können sich ab kommender Woche regelmäßig selbst auf Corona testen. Das könnte ein wichtiger Schritt wieder zu mehr Präsenzunterricht sein.

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Von
  • Lorenz Storch

Seit Mittwoch sind die ersten Corona-Selbsttests zugelassen - kommende Woche sollen sie nun an den bayerischen Schulen und Kitas ankommen, so das bayerische Gesundheitsministerium. 1,3 Millionen Selbsttests werden im ersten Schritt verteilt. Es handelt sich um die auch an österreichischen Schulen gebräuchlichen so genannten "Nasenbohrer-Tests", bei denen man einen Abstrich im äußeren Bereich der Nase macht.

Freiwillige Tests auch für Schüler ab 15 Jahren

Die Selbsttests sind kostenlos und freiwillig. Sie sollen im Lauf der kommenden Woche durch das Technische Hilfswerk an die Landkreise und Städte in Bayern ausgeliefert werden, die Kommunen organisieren dann die weitere Verteilung der Testkits. Getestet werden soll jeweils zuhause, so dass die Infektion schon entdeckt werden kann, bevor die jeweilige Person in die Schule oder Kindertageseinrichtung geht.

Nach den Plänen des bayerischen Gesundheitsministeriums können das Personal in Kitas und die Lehrkräfte an den Schulen sich damit zwei Mal pro Woche selbst auf Corona testen. Für Schülerinnen und Schüler sind die Tests erst ab einem Alter von 15 Jahren vorgesehen. Diese Jugendlichen können sich einmal pro Woche selbst testen. Gerade die älteren Schüler sitzen allerdings bisher noch zuhause.

Laut Kultusministerium haben nach wie vor 60 Prozent der Schüler nur Distanzunterricht. Die jetzt verfügbaren Selbsttests könnten jedoch dabei helfen, das zu ändern: indem sie mehr Sicherheit gewähren, wenn weitere Schüler zurückkehren. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (FW) nennt die Selbsttests für Schulen einen "wichtigen Schritt hin zu mehr Präsenzunterricht".

Positiv-Ergebnisse müssen mit PCR-Test bestätigt werden

Zur richtigen Anwendung der Tests wird es einen Erklärfilm geben, den das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage zur Verfügung stellt. Im Fall eines positiven Ergebnisses heißt es: sich selbst isolieren und schnell einen PCR-Test machen, um das Resultat zu überprüfen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) resümiert: "Die Selbsttests sind ein weiterer wichtiger Baustein unserer Teststrategie. Sie sind einfach anzuwenden und tragen dazu bei, asymptomatisch Infizierte zu entdecken."

Die Selbsttests gehen laut Gesundheitsministerium an alle Schulen und Kinderbetreuungs-Einrichtungen in Bayern – egal ob staatlich, kommunal oder privat. Das Gesundheitsministerium rechnet damit, dass sich insgesamt rund 350.000 Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie weiteres Personal zwei Mal pro Woche selbst testen. Für die Jugendlichen ab 15 Jahren sind rund 600.000 Selbsttests wöchentlich vorgesehen.

Insgesamt hat sich der Freistaat monatlich 8,6 Millionen Corona-Selbsttests gesichert. Schulen und Kitas genießen bei deren Verteilung laut Gesundheitsministerium "oberste Priorität".

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