Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Kita-Kosten: Kabinett beschließt Entlastung für Familien | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Kita-Kosten: Kabinett beschließt Entlastung für Familien

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Kita-Kosten: Kabinett beschließt Entlastung für Familien

Bayerns Kabinett hat die versprochene Entlastung für Familien auf den Weg gebracht. Der Kindergartenbesuch wird ab April 2019 mit monatlich 100 Euro pro Kind bezuschusst. Die Freien Wähler sind zufrieden – die SPD spricht von Mutlosigkeit.

Per Mail sharen

Im Wahlkampf war die Kinderbetreuung eines der großen Themen. Kaum ein bayerischer Marktplatz, über den Hubert Aiwanger nicht gerufen hätte, man werde als Teil der Regierung für kostenlose Kinderbetreuung kämpfen. Inzwischen sind die Freien Wähler Koalitionspartner der CSU – gemeinsam haben beide an diesem Montag im Kabinett ihre Pläne zur Familien-Entlastung auf den Weg gebracht.

Kindergarten wird für die Eltern billiger

Der Lösungsansatz der Staatsregierung lautet: Geld. Ab April 2019 soll der Kindergartenbesuch schon im ersten und zweiten Kindergartenjahr mit 100 Euro pro Monat bezuschusst werden. Bisher gibt es diesen Zuschuss vom Freistaat nur für das dritte und letzte Kindergartenjahr. Ab 2020 soll der Zuschuss dann ausgeweitet werden - und auch für ein- oder zweijährige Kinder gelten, die eine Krippe oder vergleichbare Tagesbetreuung besuchen.

SPD-Politikerin kritisiert "mutloses Stückwerk"

Die Opposition überzeugt das nicht. SPD-Politikerin Doris Rauscher erklärte, statt einer pauschalen Bezuschussung brauche es eine vollständige Gebührenfreiheit. In Ballungsgebieten etwa zahlten Eltern bis zu 750 Euro Krippengebühren pro Monat. "Leider ist die schwarz-orange Koalition nicht zum großen sozialpolitischen Wurf bereit, sondern beschränkt sich auf mutloses Stückwerk", sagte Rauscher, die auch Vorsitzende des Sozialausschusses ist.

Aiwanger wird attackiert – und gibt sich gelassen

SPD und Grüne fordern stattdessen, mehr Erzieherinnen und Erzieher einzustellen sowie die Öffnungszeiten flexibler zu gestalten. Die Kritik der Opposition richtet sich dabei vor allem gegen Freie-Wähler-Chef Aiwanger. Begründung: Dieser habe noch im Wahlkampf erklärt, dass ein Zuschuss wenig nutze, wenn die Kita-Gebühren in großen Städten deutlich höher als der Zuschuss seien.

Doch der Attackierte gibt sich gelassen. Via Twitter erklärte Aiwanger: "Wir liefern!!". Ab April 2019 sei der Kindergarten "für die meisten Eltern kostenfrei". Das lässt sich die Staatsregierung einiges kosten: Für 2019 rechnet man mit 210 Millionen Euro, ab 2020 dann mit 290 Millionen Euro zusätzlich. Der Landtag muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen – das ist aber wegen der schwarz-orangen Mehrheit und der hohen Symbolkraft des Themas wohl eine Formsache.

Familiengeld bleibt

Übrigens: Das bereits von der vorherigen CSU-Alleinregierung eingeführte Familiengeld (monatlich 250 Euro pro ein- und zweijährigem Kind) bleibt bestehen. Für den CSU-Sozialpolitiker Thomas Huber ist Bayern deshalb "Familienland Nummer eins". Und: Die Regierung werde weiterhin auch in den Ausbau von Betreuungsplätzen investieren.

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© dpa-Bildfunk

Kita-Garderobe

Mehr zum Thema
  • Wer hat sich bei Kitas durchgesetzt – CSU oder FW?
  • Kabinett will mehr für Kitas und Hebammen
  • Immer noch nicht genug Kita-Plätze
  • Kita-Probleme: Randzeiten und fehlendes Personal
Sendung

Bayern 2 extra

Autor
  • Maximilian Heim
Schlagwörter