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Kinos nach Corona: Nicht alle öffnen sofort wieder | BR24

© dpa Picture-Alliance Wolf-Dieter Weißbach

Multiplexkino Cinemaxx in Würzburg

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    Kinos nach Corona: Nicht alle öffnen sofort wieder

    Seit Montag dürfen wegen der Corona-Lockerungen Kinos in Bayern wieder öffnen. Vorausgesetzt, sie erfüllen die detaillierten Sicherheitsvorschriften. Allerdings haben nicht alle Kinos in Unterfranken von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

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    Gleich am Montag öffnete zum Beispiel das Cineworld im Dettelbach seine Türen. Nach der bayernweiten Schließung Mitte März hatte das Multiplexkino im Mainfrankenpark als Notlösung ein Konzept für ein Autokino entwickelt. Seit 20. Mai wurden auf dem Parkplatz vor dem Kino ausgewählte Filme gezeigt. Aber auch Fußballspiele der Würzburger Kickers wurden live übertragen, ein Wallfahrtsgottesdienst abgehalten oder Live-Konzerte wie etwa DJ-Abende angeboten.

    Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Besucher

    Am Donnerstag öffnet das Cinemaxx am Alten Hafen in Würzburg. Zum detaillierten Hygienekonzept gehören Abstands- und Leitsysteme für Gäste im Kino, Desinfektionsspender überall, kontaktloses Bezahlen und Ticketkontrolle sowie Maskenpflicht bei Ein- und Auslass sowie auf den Toiletten. Generell dürfen sich in geschlossenen Räumen aktuell nur bis zu 50 Gäste aufhalten. Die Betreiber müssen Name und Kontaktdaten der Besucher speichern, um mögliche Infektionsketten rückverfolgen zu können.

    Manche Kinos öffnen später

    Das Programmkino Casablanca in Ochsenfurt hat sich ebenso wie die Filmwelt in Schweinfurt dazu entschieden, erst am 2. Juli wiederzueröffnen. Das liege daran, dass die Filmverleiher erst neue Filme liefern, wenn alle Kinos bundesweit geöffnet haben und das unterscheide sich von Bundesland zu Bundesland, sagt Betreiber Hannes Tietze. Mai und Juni seien ohnehin traditionell schlechte Monate fürs Kino. Entscheidend sei der Herbst, der für Kinos die wichtigste Zeit im Jahr bedeutet. Tietze sei allerdings skeptisch, weil die Menschen noch zu viel Angst hätten, sich mit anderen in geschlossenen Räumen zu treffen. Daher jetzt gerade ein Kino rentabel zu betreiben ist aus Tietzes Sicht unmöglich.

    "Die Hygienevorschriften sind zum Teil sehr undurchsichtig und auch widersprüchlich. Im Grunde versucht jeder Laden, die wesentlichen Anforderungen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu erfüllen. So wird das auch bei uns sein." Hannes Tietze, Casablanca Ochsenfurt

    Das Casablanca werde Plexiglasscheiben an der Kasse aufstellen, nur einen Film am Abend zeigen, damit sich kommende und gehende Besucher nicht über den Weg laufen und das Haus mit Hinweisschildern aufhübschen. Am Platz müssen die Besucher auch am Platz im Saal einen Mundnasenschutz tragen. "Angesichts dieser Vorgaben und vieler verunsicherter Menschen rechnet die Branche mit einem sehr ruhigen Start und mit einem verhaltenen Herbst", sagt Tietze.

    Wiedereröffnung im Aschaffenburger Kinopolis noch offen

    Völlig offen ist der Re-Start im Aschaffenburger Kinopolis. Die Betreiber warten noch auf mehr Infos zu den Hygienevorschriften. "Auch wenn das Land Bayern verkündet hat, dass Kinos zum 15. Juni wieder geöffnet werden dürfen, sind die Auflagen seitens der Ämter aktuell noch unklar", schreibt das Kinopolis-Team auf seiner Kino-Webseite. Bevor das Kino eröffnet wird, möchten die Betreiber mit den jeweiligen Ämtern ein schlüssiges Konzept erarbeiten. "Daher haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, unsere Kinos erst zu einem späteren Zeitpunkt zu öffnen", heißt es auf der Homepage.

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