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Kinderzeche in Dinkelsbühl: Kinder- und Heimatfest beginnt | BR24

© BR/Claudia Mrosek

Die mittelfränkische Stadt Dinkelsbühl feiert ab Freitag wieder das Kinder- und Heimatfest Kinderzeche. Claudia Mrosek hat die Schneiderei besucht, die die traditionellen Kostüme ausgibt.

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Kinderzeche in Dinkelsbühl: Kinder- und Heimatfest beginnt

Die mittelfränkische Stadt Dinkelsbühl feiert ab Freitag wieder ihren Höhepunkt des Jahres: Um 17.30 Uhr beginnt die Kinderzeche mit einem Standkonzert der Dinkelsbühler Stadtkapelle auf dem Weinmarkt.

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Die offizielle Eröffnung der Kinderzeche im mittelfränkischen Dinkelsbühl findet am Freitagabend um 18.30 Uhr mit Bieranstich und traditioneller Festbierprobe auf dem Schießwasen statt. Das historische Kinder- und Heimatfest dauert bis zum Sonntag in einer Woche.

Bei der Kinderzeche dreht sich alles um die Rettung der Stadt vor den protestantischen Schweden während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1632 durch die Türmerstochter Lore. Der Sage nach zog die "Kinderlore" mit einer Schar von Kindern vor die Tore der Stadt und flehte den schwedischen Obristen um Gnade an. Der Obrist ließ sich erweichen, und so blieb die Stadt Dinkelsbühl von der Brandschatzung verschont.

Festspiel "Die Kinderzeche" wird mehrfach aufgeführt

Höhepunkte des mittelalterlichen Kinder- und Heimatfestes sind die historischen Festzüge, vor allem der Kinderfestzug am kommenden Dienstag um 9 Uhr. Ebenfalls zu den Höhepunkten zählt das historische Festspiel "Die Kinderzeche", das mehrmals während der Veranstaltung im Schrannen-Festsaal zu sehen ist.

Bei der Kinderzeche sind über 1.000 kleine und große Dinkelsbühler mit dabei, das ist etwa jeder zehnte Einwohner der Stadt. Natürlich werden auch dieses Jahr bei dem Heimatfest wieder mittelalterliche Tänze, Auftritte von Trommlern und Pfeifern und echtes Lagerleben geboten. Zur Kinderzeche in Dinkelsbühl strömen jedes Jahr tausende Besucher von nah und fern.

Nach dem Kinderfestzug gibt es Geschenke

Der Name "Kinderzeche" hat sich aus der "Schulzeche" entwickelt und stammt von dem Brauch, dass früher Schülerinnen und Schüler am Ende eines Schuljahres von der Stadt und der Kirche einen Ausflug bezahlt bekamen. Auch heutzutage werden die Kinder während der Kinderzeche noch beschenkt. Nach dem Kinderfestzug am Dienstag bekommen sie am Rathaus die sogenannten "Kinderzechgucken". Das sind lange, spitze Tüten, die mit Süßigkeiten gefüllt sind.