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Verdächtiger im Würzburger Kinderporno-Fall war Vereinstrainer | BR24

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Die Polizei hat in Würzburg mehrere Wohnungen durchsucht, darunter eine Kindertagesstätte. Ermittelt wird gegen zwei Männer wegen des Verdachts, kinderpornographisches Material hergestellt und verbreitet zu haben.

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Verdächtiger im Würzburger Kinderporno-Fall war Vereinstrainer

Die Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt gegen einen Würzburger wegen des Verdachts, kinderpornographisches Material erstellt und verbreitet zu haben. Laut Jutta Bouschen, Geschäftsführerin der DJK Würzburg, war der Mann Trainer bei der DJK Würzburg.

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Jutta Bouschen, Geschäftsführerin DJK Würzburg, bestätigte dem Bayerischen Rundfunk am Donnerstag (21.03.19), dass der Hauptverdächtige Mitglied der DJK Würzburg ist. Er sei dort Übungsleiter. Laut Bouschen erfuhren die DJK-Verantwortlichen am Donnerstagvormittag von der Polizei von den Ermittlungen gegen einen Würzburger, der auch Kontakt zu einer Kindertagesstätte hat. "Es stehen alle unter Schock", berichtete sie und fügte hinzu: "Alle sind gerade dabei, mit der Polizei im Gespräch zu bleiben und ihr Bestmögliches zu tun, um den Sachstand aufzuklären und die Ermittlungen voranzutreiben."

DJK sagte alle Kurse des Übungsleiters ab

Bouschen berät nun gemeinsam mit den anderen Verantwortlichen bei der DJK Würzburg das weitere Vorgehen. "Aufklärung ist wichtig!", unterstreicht sie. Bislang hatte es laut Bouschen keine Beschwerden über den Übungsleiter gegeben. Der Verein hat alle Kurse des Übungsleiters abgesagt. Der Mann sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

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Jutta Bouschen, Geschäftsführerin der DJK Würzburg

Weitere Ermittlungen im Kinderporno-Fall

Über Jahre soll ein Mann in Würzburg Pornos mit kleinen Buben angefertigt und ins Darknet gestellt haben. Dem zuständigen Oberstaatsanwalt Christian Schorr zufolge geht es um eine dreistellige Zahl von Foto- und Videoaufnahmen. Die Ermittler sind nun dabei, nach den Opfern zu suchen. Sie prüft auch, ob der Mann selbst Kinder missbrauchte. Die Opfer sind nicht nur in anzüglichen Posen zu sehen. Es geht den Ermittlern zufolge um handfesten Missbrauch. Vieles ist in dem Fall aber noch offen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben angekündigt, dass sie am Vormittag über das weitere Vorgehen der Ermittler berichten wollen.

Razzia in Würzburger Kita - Verdächtiger wieder frei

Die Ermittler hatten gestern zunächst auch einen zweiten Mann festgenommen. Dabei soll es sich um den Lebensgefährten des Hauptverdächtigen handeln, der in einer Würzburger Kita arbeitet. Die Vorwürfe gegen ihn hätten sich aber nicht erhärten können. Möglicherweise hat er von den Aktivitäten seines Partners gar nichts gewusst. Er wurde deshalb am Nachmittag auf freien Fuß gesetzt. Die betroffenen Eltern werden betreut. Weil die Auswertung der Videos und Fotos sehr aufwändig ist, müssen sie möglicherweise noch lange Zeit mit der Ungewissheit leben, ob auch ihr Kind missbraucht wurde.