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Polizeifahrzeuge auf Einsatzfahrt (Symbolbild)

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    Kinderpornografie: Razzia in 26 Wohnungen in Unterfranken

    In ganz Unterfranken hat eine großangelegte Razzia der Polizei gegen Kinderpornografie stattgefunden. 100 Einsatzkräfte haben 26 Häuser und Wohnungen durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Im Fokus stehen 28 Tatverdächtige.

    Von
    Marcus FilzekMarcus FilzekBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Im Rahmen von Ermittlungen in Sachen Kinderpornografie hat die unterfränkische Polizei am Mittwoch eine Razzia in 26 Häusern und Wohnungen in Unterfranken durchgeführt. Dabei stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher. Das teilt die Polizei mit.

    Ermittlungen gegen 28 Verdächtige wegen Kinderpornografie

    Insgesamt wird laut Polizei gegen 28 Tatverdächtige aus Unterfranken ermittelt. Manche von ihnen wurden bei der Razzia vorläufig festgenommen, aber nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Laut Polizeipräsidium Unterfranken wird die Auswertung des umfangreichen sichergestellten Beweismaterials einige Zeit in Anspruch nehmen. An der Aktion von Polizei und Staatsanwaltschaft beteiligten sich 100 Einsatzkräfte.

    Zeitgleich Razzien am Untermain, in Mainfranken und in Main-Rhön

    Im Bereich Mainfranken wurden zehn Objekte durchsucht, im Bereich Untermain neun Objekte und im Bereich Main-Rhön sieben Objekte. Im Rahmen einer Durchsuchung am Untermain zeigte die Mutter eines Tatverdächtigen keinerlei Verständnis für die Maßnahmen. Da sie gegenüber den eingesetzten Beamten Widerstand leistete, erwartet sie nun ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In einem anderen Fall fanden die Beamten bei der Durchsuchung eine geringe Menge Betäubungsmittel.

    Zentralstelle Cybercrime in Bamberg hält die Fäden zusammen

    Die Razzia war eine konzertierte Aktion des Polizeipräsidiums Unterfranken, der Staatsanwaltschaften in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg, sowie der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, bei der seit Oktober 2020 das Bayerische Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt ist.

    Laut Polizei steigen die Zahlen der Fälle im Bereich Kinderpornografie seit Jahren. In Unterfranken wurden im Vergleich zum Jahr 2018 mit insgesamt 225 Straftaten im Jahr 2020 bereits 541 Fälle registriert. Die Tendenz für das Jahr 2021 sei weiterhin deutlich steigend.

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    Sendung

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