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Kindergartenjahr startet: Auch in Unterfranken fehlt Personal | BR24

© BR/Julia Müller

In unterfränkischen Kitas fehlt Personal.

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    Kindergartenjahr startet: Auch in Unterfranken fehlt Personal

    In unterfränkischen Kitas herrscht Personalnot. Mindestens 2.000 Mitarbeiter würden fehlen, schätzt die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Quereinsteiger sollen jetzt die Lücke füllen.

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    Zum Start des neuen Kindergartenjahrs schlägt die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Unterfranken Alarm. In Kitas in Unterfranken gebe es zu wenig Personal und das führe bei allen Beteiligten zu erheblichem Stress und schlechten Arbeitsbedingungen.

    In Unterfranken fehlen mindestens 2.000 Mitarbeiter

    Laut Staatsregierung fehlen in Kitas, Krippen und Horten bis 2023 gut 30.000 Kinderpflegerinnen und -pfleger, Erzieherinnen, Erzieher und weiteres pädagogisches Personal. Für Unterfranken werden keine Zahlen ausgewiesen. Jörg Nellen, stellvertretender Vorsitzender der GEW Unterfranken, schätzt jedoch, dass hier mindestens 2.000 Mitarbeiter fehlen – "konservativ geschätzt".

    Belastung durch Überstunden

    "Die Auswirkungen erreichen nach den Städten nun auch das Land", so Nellen. Erkranktes Personal müsse vertreten werden, was zu Belastungen durch Überstunden führe. "Freizeitausgleich ist oft nicht drin, da das den Mangel nur noch verschärft", so Nellen weiter. Der Personalmarkt sei leergefegt.

    Quereinsteiger sollen Abhilfe bringen

    Abhilfe sollen inhaltlich teils deutlich reduzierte Weiterbildungsmodelle und Quereinsteiger schaffen. "Qualifikation findet man aber nicht auf der Straße", so Nellen. Nicht umsonst dauert die Ausbildung zur Kinderpflegerin gefolgt von der Weiterbildung zur Erzieherin fünf Jahre lang und wird international mit einem Fachhochschulabschluss gleichgestellt.

    Zahl der Kinder in Kitas steigt

    Gleichzeitig steigt auch 2019 die Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Demnach werden 42,6 Prozent der Kinder unter drei Jahren im Landkreis Würzburg in einer Kindertagesstätte betreut. Damit belegt der Landkreis hinter München (43,3 Prozent) nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik Platz zwei im Freistaat.

    Auf Platz 3 folgt Coburg mit einer Betreuungsquote von 42,5 Prozent. Bayernweit werden fast 110.000 Kinder im Alter von unter drei Jahren in Kindertagesstätten betreut. Insgesamt stieg die Zahl der Kindertageseinrichtungen in Bayern zum Stichtag 1. März 2019 um knapp ein Prozent auf 9.510 (2018: 9.430). Gestiegen ist auch die Zahl der betreuten Kinder von 561.739 (März 2018) auf 579.092 (März 2019). Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent.