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Kinder in Bayern erkennen immer weniger heimische Tierarten

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    Kinder in Bayern erkennen weniger heimische Tierarten

    Buchfink oder Bussard? Kinder in Bayern erkennen immer weniger heimische Tierarten, das zeigt eine neue Studie. Besonders schlecht konnten sie demnach Vogelarten einordnen. Wo die Kinder aufwuchsen spielte demnach aber keine Rolle.

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    Von
    • Simon Plentinger
    • BR24 Redaktion

    Die Kinder in Bayern kennen immer weniger heimische Tierarten. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Demnach hat sich die Tierarten-Kenntnis von bayerischen Schülerinnen und Schülern im Vergleich zu einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2006 verschlechtert.

    Eichhörnchen oder Maulwürfe erkennen noch die meisten bayerischen Schülerinnen und Schüler. Doch besonders bei den Vogelarten sieht es deutlich schlechter aus. Die letzten Plätze der bekanntesten heimischen Tierarten belegten Buchfink, Bussard, Rebhuhn und Star. Sie wurden nicht einmal von einem Fünftel der Teilnehmenden erkannt.

    Kinder, die in der Natur spielen, schnitten am besten ab

    Etwa 1.000 Sechstklässler an bayerischen Gymnasien waren für die Studie befragt worden. Im Durchschnitt erkannten die Kinder 14 von 25 gezeigten Tierarten. Die Reihenfolge der Bekanntheit hat sich im Vergleich zu 2006 kaum geändert, aber das Wissensniveau war bei vielen Arten niedriger. Insgesamt erzielten die Schülerinnen und Schüler des ehemaligen G8-Gymnasiums 15 Prozent weniger Punkte.

    Die Forscher sehen im LehrplanPLUS des neuen G9-Gymnasiums einen wichtigen Schritt, um die Artenkenntnis wieder aufzuwerten und den Kindern die einheimische Natur wieder näher zu bringen. Am besten schnitten in der Studie übrigens die Kinder ab, die gerne in der Natur spielen. Ob die Kinder aus einer Großstadt oder einer ländlichen Region stammten, spielte für ihre Artenkenntnis allerdings keine Rolle.

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