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Kind aus Aufzug befreit: Anwalt spricht von brachialem Vorgehen | BR24

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In Donaustauf befreite sie neulich einen Buben aus einem Aufzugschacht. Der Dank dafür: Die Feuerwehr soll die Schäden am Aufzug bezahlen.

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    Kind aus Aufzug befreit: Anwalt spricht von brachialem Vorgehen

    Über 7.000 Euro Schadensersatz fordert ein Anwalt von der Feuerwehr in Donaustauf (Lkr. Regensburg). Sie hatte im Juni einen eineinhalbjährigen Jungen aus einem Fahrstuhl befreit und den Aufzug dabei beschädigt. Der Vorwurf: Brachiales Vorgehen.

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    Von
    • Bernd Kellermann

    Das aufsehenerregende Vorgehen der Feuerwehr Donaustauf bei der Öffnung eines Aufzugs, in dem ein eineinhalbjähriger Bub eingesperrt war, bleibt umstritten. Michael Betz, Anwalt für Bau- und Immobilienrecht in Regensburg, nannte die Maßnahmen der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag im Bayerischen Rundfunk - wörtlich "brachial", mit der Folge "massiver Schäden" am Aufzug.

    Deshalb sei es "legitim", dass die Eigentümergemeinschaft des Hauses in der Bürgermeister-Meindl-Straße von der Feuerwehr Schadensersatz in Höhe von 7.050 Euro fordere. Eine Besichtigung des Aufzugs mit Experten des Herstellers habe ergeben, dass der Aufzug "jederzeit schadensfrei geöffnet werden konnte, und zwar mit einem handelsüblichen Dreikantschlüssel".

    Rechtsanwalt warf Feuerwehr fehlerhaftes Verhalten vor

    Solche Öffnungen seien in Deutschland "häufig" und würden in den allermeisten Fällen ohne größeren Schaden vorgenommen. Auch wenn ein Kind im Aufzug eingesperrt sei, sei eine Reaktionszeit von etwa 25 Minuten bis zur Öffnung "absolut gängig". Der Rechtsanwalt warf der Feuerwehr und den Eltern des Kindes "Fehlverhalten" vor und bestritt nachdrücklich, dass das Kind fast eineinhalb Stunden in dem Aufzug eingesperrt war.

    Schaden soll von Haftpflichtversicherung ersetzt werden

    Er griff auch den 2. Bürgermeister des Markts Donaustauf und Feuerwehrmann Wolfgang Weigert an, der zwei Stunden nach Eingang des Anwaltsschreibens mit der Schadensersatzforderung mit falschen Angaben an die Medien gegangen sei. Der Anwalt bestätigte, dass am Montag, 7. September, die Eigentümergemeinschaft und er über das weitere Vorgehen entscheiden. Bisher sei das Ziel, den Streit außergerichtlich zu regeln. Es gehe zunächst nur darum, dass die Haftpflichtversicherung der Feuerwehr bzw. der Marktgemeinde den entstandenen Schaden ersetzt. Ob die Forderung möglicherweise gerichtlich durchgesetzt wird, ließ der Anwalt offen.

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