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Das Kiliani-Volksfest ist abgesagt. Nun hat die Stadt Würzburg zusammen mit dem Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller ein Konzept erstellt, damit dennoch Volksfest-Atmosphäre aufkommt. Das Freut vor allem die Standbesitzer.

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Kiliani-Volksfest: Stadt Würzburg hat Alternativ-Lösung

Das Kiliani-Volksfest ist abgesagt. Nun hat die Stadt Würzburg zusammen mit dem Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller ein Konzept erstellt, damit dennoch Volksfest-Atmosphäre aufkommt. Das Freut vor allem die Standbesitzer.

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Von
  • Carolin Hasenauer
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Das Kiliani-Volksfest ist zwar abgesagt, doch die Stadt Würzburg hat jetzt gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller (BLV) ein Konzept erarbeitet, wie die Volksfest-Atmosphäre doch noch Einzug halten kann. Die Stadt Würzburg hat dem BLV fünf Plätze in der Würzburger Innenstadt angeboten, auf denen rotierend für je eine Woche ein Schausteller seine Bude aufbauen und seine Waren verkaufen darf. Fahrgeschäfte seien nicht erlaubt. Das heißt ab dem kommenden Montag wird es am Dominikanerplatz, am oberen und am unteren Marktplatz und in der Eichhornstraße Bratwürste, Crêpes und Co. geben. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die Hygienerichtlinien eingehalten werden.

Fünf Plätze in der Innenstadt

"Das sind alles Plätze, die wir zwecks Versammlungsgeschehen und Außengastronomie erst ermöglichen müssen. Das heißt wir können auf dem unteren Markt nicht plötzlich fünf Plätze auf einmal genehmigen. Denn dort kommt ja noch der Grüne Markt und der Spezialitätenmarkt dazu", erklärt Uwe Zimmermann, Volksfestkoordinator bei der Stadt Würzburg. Vergeben werden die fünf Standplätze vom BLV nach Losverfahren, wobei darauf geachtet werden soll, dass das Angebot vielfältig ist.

Losverfahren und finanzielle Situation

Doch auch die finanzielle Situation des Betreibers kann eine Rolle spielen - ist aber kaum zu bewerten, sagt Werner Baumeister, Sprecher des BLV: "Man kann das schlecht auswählen - im Moment sind alle schlecht dran. Manche hatten ihre letzten Einnahmen beim Weihnachtsmarkt-Geschäft Ende Dezember." Das Modell habe man nicht bei der Münchner Wiesn abgeschaut, denn man sei bereits seit vier Wochen über eine solche Lösung miteinander im Gespräch. Neben der Idee, den Würzburgern ihr Volksfest trotz der coronabedingten Absage in diesem Jahr zumindest ein bisschen bieten zu können, geht es Zimmermann darum, den Marktkaufleuten eine Chance zu bieten, sich finanziell zumindest fürs Erste über Wasser halten zu können: "Denn es gibt einige aus der Region, die seit vielen Jahren eng mit uns verbunden sind, und jetzt erste Möglichkeiten brauchen, um wieder in Tritt zu kommen."

Nur ein kleiner Trost

Baumeister freut sich sehr über diese Möglichkeit. Gleichzeitig weiß er, dass diese Zwischenlösung keine langfristige sein kann: "Wenn es nur jeweils diese eine Woche ist, hilft es allen nur kurzfristig weiter. Von einer Rettung kann nicht gesprochen werden. Denn jeder hat ja seine laufenden Kosten und das ist mit den paar Tagen natürlich nicht zu erwirtschaften." Zunächst hätten sich 15 Marktkaufleute gemeldet, ihre Stände für je eine Woche aufzubauen. Das heißt, vorerst seien die Plätze für die kommenden drei Wochen besetzt. "Danach schauen wir weiter und führen das Modell so vielleicht weiter. Je nachdem wie die Vorgaben von der Staatsregierung dann sind."

85 betroffene Schausteller

Am 7. Mai hatte die Stadt Würzburg nach langem Ringen das Kiliani-Volksfest abgesagt. Das hätte in diesem Jahr vom 3. Juli bis zum 19. Juli stattgefunden. In den vergangenen Jahren waren rund 800 000 volksfestbegeisterte Menschen auf die Talavera gekommen. Doch in diesem Jahr sind Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt, um eine Infektionsgefahr mit dem Coronavirus zu vermeiden. Betroffen sind 85 Schausteller, die bereits eine vertragliche Zulassung für das laufende Jahr hatten - die mit den Regelungen der Bayerischen Staatsregierung aber nichtig sind.

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