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Kerstin Schreyer: Die "Hemdsärmelige" wechselt das Ministerium | BR24

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Zum ersten Mal in seiner Amtszeit als Regierungschef baut Ministerpräsident Markus Söder heute sein Kabinett um. Sozialministerin Kerstin Schreyer übernimmt nach dem Rücktritt von Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart dessen Amt.

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Kerstin Schreyer: Die "Hemdsärmelige" wechselt das Ministerium

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit als Regierungschef baut Ministerpräsident Markus Söder heute sein Kabinett um. Sozialministerin Kerstin Schreyer übernimmt nach dem Rücktritt von Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart dessen Amt.

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Die Basisdaten von Kerstin Schreyer: geboren in München, 48 Jahre alt, Mutter einer Tochter und Diplom-Sozialpädagogin. Sie gilt als fleißig und uneitel. Sich selbst beschreibt sie als ausgesprochen ungeduldig.

Vielleicht nicht Geduld, aber Beharrlichkeit hat sie in den vergangenen knapp zwei Jahren an der Spitze des Sozialministeriums immer wieder bewiesen. Als Sozialpädagogin und Familientherapeutin habe sie sich immer sehr gefreut, auch als Ministerin soziale Themen bearbeiten zu dürfen.

"Bayern sozialer gemacht"

Mit Hilfe ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei es ihr gelungen, Bayern ein Stückchen sozialer zu machen. Ihr ganz großes Thema war die Gewalt gegen Menschen - Kinder, Frauen und Männer. Schreyer hat erreicht, dass der Freistaat mehr Geld für Frauenhäuser bereitstellt. Aber auch für Schutzwohnungen für Männer, die Opfer von Gewalt sind, hat sich die CSU-Frau eingesetzt.

Sie beklagt, dass die seelische Gewalt noch immer zu wenig gesehen wird. Genau die zu bekämpfen, sei ihr aber wichtig. Deshalb habe sie auch in der Jugendhilfe darauf den Schwerpunkt gesetzt. Gerne hätte sie daran noch weitergearbeitet

Vom Sozialen zu Verkehr- und Bau-Themen

Sie sei "hemdsärmlig", sagt Schreyer. Eine, die Politik vielleicht aus einem unkonventionellen Blickwinkel aus mache - die damit aber immer gut gefahren sei. Jetzt wechselt Schreyer von einem eher emotionalen Ministerium in eines, das vermutlich viel technokratischer ist.

Für sie ist es ein Wechsel, sagt die Ministerin, aber sie werde die gleiche Brille aufbehalten. Denn am Ende des Tages gehe es um Menschen. Die derzeit größte soziale Frage sei die Frage des Wohnraums. Sozial werde sie auch vom neuen Ministerium aus agieren.

Die Kisten im Sozialministerium sind gepackt - heute bezieht Schreyer ihr neues Büro. Angst vor der neuen Aufgabe habe sie nicht, meint sie. Aber großen Respekt. Sie wisse um die sehr guten Mitarbeiter im neuen Ministerium. Inhaltlich sei sie nicht in Sorge. "Ich glaub, die einzige Gefahr ist, dass ich selbst mit mir nie zufrieden bin, weil ich immer meine, es muss noch schneller und noch besser gehen."

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