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Keine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten - was jetzt? | BR24

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Am Sonntag ist Landtagswahl. Doch einige Bürger haben immer noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen. Dürfen sie dann trotzdem wählen? Ein Überblick zur Hilfe, wenn bislang der Briefkasten leer geblieben ist. Die Chance zum Kreuz besteht noch immer.

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Keine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten - was jetzt?

Am Sonntag ist Landtagswahl. Doch einige Bürger haben immer noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen. Dürfen sie dann trotzdem wählen?

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Evangelos Matschke wartet schon seit einigen Wochen auf seine Wahlbenachrichtigung. Regelmäßig prüft er den Briefkasten. Doch bisher war noch nichts darin. Dabei sind es nur noch fünf Tage bis zur Landtagswahl in Bayern.

"Das besorgt mich natürlich, denn das würde bedeuten, dass ich mein Recht auf Wahl nicht ausüben kann." Evangelos Matschke, Bürger in München

So wie ihm geht es einigen wahlberechtigten Bürgern in Bayern. Doch dass er noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, bedeutet nicht unbedingt, dass er nicht wählen darf. "Es gibt verschiedene Gründe, weshalb er keine Wahlbenachrichtigung bekommen haben könnte", sagt Thomas Böhle, Chef der zuständigen Behörde in München, dem Kreisverwaltungsreferat.

Keine Wahlbenachrichtigung - so können Sie trotzdem wählen

Böhle empfiehlt, zuerst bei der zuständigen Behörde anzurufen. Das KVR in München hat dafür extra eine Wahl-Hotline eingerichtet: 089 233 96 233. Dort wird dann geklärt, ob derjenige im Wahlverzeichnis steht.

Wenn das der Fall ist, dann darf derjenige auch wählen und kann – unter Vorweis des Personalausweises oder Reisepasses – am Wahlsonntag direkt im Wahllokal vor Ort wählen.

Wer das nicht schafft, hat immer noch die Chance, bis zum letzten Freitag vor der Wahl in seiner Gemeinde persönlich vorbeizuschauen und dort vor Ort zu wählen. Wer noch unentschlossen ist, kann die Wahlunterlagen auch mitnehmen und sie dann, ausgefüllt, bis Sonntag 18.00 Uhr in spezielle Briefkästen der Behörde einwerfen. Infos darüber halten die meisten Gemeinden im Netz bereit. Per Post schicken empfiehlt KVR-Chef Böhle so kurz vor der Wahl nicht mehr. Schließlich wolle man ja als Wähler sichergehen, dass die Wahlunterlagen auch ankommen.

Keine Wahlbenachrichtigung - mögliche Gründe:

Erstens könne es laut Böhle vom KVR München sein, dass die Person nicht im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Darin verzeichnet sind eigentlich alle deutschen Staatsbürger über 18 Jahren - und zwar diejenigen, die bereits seit mindestens zwölf Wochen in der Gemeinde angemeldet sind, die ihre Wahlunterlagen verschickt. Wer sich also erst elf Wochen vor der Wahl ummeldet oder noch kurzfristiger, wird wahrscheinlich keine Wahlbenachrichtigung erhalten.

Zweitens gebe es auch immer einen ganz einfachen möglichen Grund, so Böhle: Der Brief geht verloren – "aus unerfindlichen Gründen kommt er dann nicht an."