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Umstrittene Weihnachtsfassade in Passauer Fußgängerzone
© BR/Katharina Häringer

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Katharina Häringer
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Umstrittene Weihnachtsfassade in Passauer Fußgängerzone

Diese Umfrage ist ein Stimmungsbild und nicht repräsentativ. Technisch ist das System bestmöglich geschützt, um Manipulationen zu vermeiden.

Seit sechs Jahren packt eine Passauer Geschäftsfrau ihren Laden am Rindermarkt jährlich in eine weihnachtliche Fassade: Mal war er als Lebkuchenhaus, mal als riesiger Spiegel geschmückt.

Meinungen über die Fassade gehen auseinander

Immer wurde die Fassade kontrovers diskutiert. Die einen fanden sie grässlich, die anderen wunderschön. In diesem Jahr hat sich das Ordnungsamt in die Diskussion mit eingemischt. Mit dem Ergebnis: Die diesjährige Fassade - eine Almhütte mit Bergpanorama - muss weg.

Sondererlaubnis für Gehweg fehlt

Es sind die letzten Tage von Jungfrau, Eiger und Mönch am Passauer Rindermarkt. Wie die Stadt mitteilt, muss die Alpenfassade bis spätestens 11. Dezember abgebaut werden. Der Grund: Die Genehmigung für den Schmuck bezieht sich nur auf die Fassade. Die Almhütten-Konstruktion ragt aber eineinhalb Meter auf den Gehweg. Und der ist Eigentum der Stadt Passau. Für diesen Bereich hätte Geschäftsführerin Katrin Pernpointner eine Sondernutzungserlaubnis beantragen müssen. Das tat sie allerdings nicht.

Die Stadt argumentiert außerdem: Tische und andere Deko-Gegenstände wie übergroße Geschenkpakete hätten zum Verweilen auf dieser Fläche eingeladen. "Damit war dieser Abschnitt nicht als Gehweg nutzbar." Anlieger und benachbarte Geschäftsleute hatten sich im Vorfeld bei der Stadt beschwert. Sie bezeichneten den Aufbau als "erhebliche Beeinträchtigung".

Enttäuschung über Abbau-Anordnung

Pernpointner zeigt sich enttäuscht: "Ich sehe ein, dass Fehler gemacht wurden. Aber ich hätte gehofft, dass wir noch einen Kompromiss finden." Auch Manuela Brandl, Geschäftsführerin der Firma "Millennium Vision", die diese Fassade aufgebaut hat, sagt: "Wir polarisieren mit unseren Fassaden immer. Aber bislang hat sich immer eine Lösung gefunden."

Mit dem Abriss der Alpenfassade steht für Pernpointner fest:

"Das ist die letzte Fassade für Passau. Ich habe keine Lust mehr." Katrin Pernpointner

Fassade reicht bis auf den Gehsteig.

Fassade reicht bis auf den Gehsteig.