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Keine Schutzmasken: Bayreuther Zahnarzt in großer Sorge | BR24

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Zahnärzte sind besonders gefährdet für Ansteckungen mit dem Coronavirus. Sie können kaum Abstand halten und Schutzausrüstung für sie ist Mangelware.

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Keine Schutzmasken: Bayreuther Zahnarzt in großer Sorge

Zahnärzte können sich beim Bohren anstecken, wenn der Patient mit dem Coronavirus infiziert ist. Ein gewöhnlicher Mundschutz hilft da nicht. Nötig wären Schutzmasken. Doch die sind Mangelware, beklagt ein Bayreuther Zahnarzt.

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Wenn der Zahnarzt Jürgen Zahout aus Bayreuth Patienten behandelt, tragen er und seine Helferin natürlich einen Mundschutz. Dieser schütze nur die Patienten, und zwar vor dem, was der Zahnarzt ausatmet, sagt Zahout. Nicht aber das zahnärztliche Personal.

Zahnarzt durch Aerosole stark gefährdet

Gefahr droht dem Zahnarzt und seiner Helferin durch sogenannte Aerosole. Das sind feine Sprühnebel, die beim Bohren oder bei der Zahnreinigung entstehen. Über sie kann sich das Coronavirus von einem infizierten Patienten auf den Zahnarzt übertragen, der das Virus dann trotz Mundschutz einatmet. Schützen würden stabilere Masken, die dichter anliegen und besser schließen.

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Schutzmasken sollten schon längst eintreffen

Zahnarzt Jürgen Zahout hat deshalb einen Brief an das Gesundheitsministerium geschrieben. Geantwortet hat ihm das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Um die Verteilung geeigneter Schutzmasken kümmere sich der Katastrophenschutz vor Ort, so die Antwort. In Bayreuth seien aber noch keine Schutzmasken an Zahnärzte verteilt worden, sagt Jürgen Zahout nach Rücksprache mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayern (KZVB).

Bereits 189 Zahnarztpraxen geschlossen

Gesundheitsministern Melanie Hummel (CSU) verspricht, dass die KZVB mit Masken liefern werde. Die KZVB werde auch die Verteilung übernehmen. Wenn nicht bald Nachschub kommt, muss auch Zahnarzt Jürgen Zahout seine Praxis in Bayreuth dichtmachen. Spätestens dann, wen die letzten Schutzmasken, die er im Internet auftreiben konnte, aufgebraucht sind. In Bayern haben bereits 189 Praxen wegen fehlender Schutzmasken geschlossen.

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Zahnärzte können sich beim Bohren anstecken, wenn der Patient mit dem Coronavirus infiziert ist. Ein gewöhnlicher Mundschutz hilft da nicht. Nötig wären Schutzmasken. Doch die sind Mangelware, beklagt ein Bayreuther Zahnarzt.

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