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Keine Maske, kein Abstand: Huml rügt Bayern-Führung | BR24

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FC-Bayern-Verantwortliche auf der Tribüne beim Spiel gegen Schalke

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    Keine Maske, kein Abstand: Huml rügt Bayern-Führung

    Die Bayerische Gesundheitsministerin Huml rügt die Vorstandsriege des FC Bayern München für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga. Sie seien Vorbilder - Maske tragen und Abstand halten wäre "klüger gewesen".

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    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Top-Funktionäre des FC Bayern für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga gerügt. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege "klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

    Zuvor hatten die Bayern-Spitzen damit irritiert, dass sie wie auch die Vertreter des FC Schalke 04 beim Spiel am Freitagabend ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne saßen. Immer, wenn die Fernsehkamera beim 8:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke 04 zum Bundesligaauftakt die Tribüne zeigt, entwickelte sich ein kleiner Shitstorm in den sozialen Netzwerken.

    Oliver Kahn: Es gab keine Vorgaben

    Bayern-Vorstand Oliver Kahn hatte danach im ZDF gesagt, man habe sich an "die bayerische Verordnung gehalten, die genau das auch erlaubt". Es habe keine Vorgaben gegeben. Ministerin Huml sagte, die bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung erlaube zwar vor allem in Gaststätten zehn Personen in einer Gruppe nebeneinander zu sitzen. "Aber laut Verordnung sind bei bundesweiten Sportereignissen grundsätzlich 1,5 Meter Mindestabstand vorgesehen", fügte Huml hinzu.

    In der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist unter "§2 Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum" zu lesen, dass der "gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum" unter anderem "in Gruppen von bis zu 10 Personen" gestattet ist.

    Unter "§9 Sport" wird zwar festgelegt, dass das Ablegen der obligatorischen Mund-Nasen-Bedeckung, also der Maske, am Platz möglich ist. Nur: Die bayerische Verordnung fordert unverändert "wo immer möglich", den "Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten." Offensichtlich hätte es dafür genug Platz gegeben.

    Gesundheitsministerin Huml "überrascht" von Verhalten

    Daher habe es das Ministerium "mit Blick auf die Vorbildfunktion" überrascht, dass die Bayern-Funktionäre weder an Abstand noch an Maske dachten. Huml verwies noch einmal auf die gestiegenen Corona-Infektionszahlen in München. Aus diesem Grund hatte die Partie erneut vor leeren Rängen gespielt werden müssen. "Generell gilt ohnehin bei Corona: Abstand halten, wo möglich. Masken aufsetzen, wo nötig", sagte Huml.

    Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die Chefetage des FC Bayern."Kinder sollen in der Klasse im Unterricht Maske tragen. Die FC Bayern Manager genießen den Fußball und es ist ihnen offenbar völlig egal, dass sie Vorbild für keinen sind. Darauf kann niemand stolz sein", twitterte Lauterbach zu einem Bild der Münchner Funktionäre um Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß.

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