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Das Fürther Gesundheitsamt kommt bei der Erfassung der Corona-Infizierten und deren Kontaktpersonen nicht hinterher. Infizierte sollen nun die Kontaktpersonen selbst informieren.

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Keine Kontaktverfolgungen: Fürther Gesundheitsamt überlastet

Das Fürther Gesundheitsamt kommt bei der Erfassung der Corona-Infizierten und deren Kontaktpersonen nicht hinterher. Infizierte sollen nun die Kontaktpersonen selbst informieren. Die Behörde konzentriert sich nun auf die Zahl der Neu-Infizierten.

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Von
  • Martin Hähnlein
  • Jonas Miller

Für das Gesundheitsamt in Fürth sind es zu viele Neu-Infizierte. Alle Kontaktpersonen zu informieren, ist daher nicht mehr möglich. Daher konzentriert sich das Amt nun ausschließlich auf die Erhebung von Neu-Infizierten, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes mit Sitz in Zirndorf.

Infizierte sollen Kontaktpersonen selbst informieren

Die Ermittlung und Information von Kontaktpersonen vor dem 8. November kann die Behörde nicht mehr gewährleisten. Stattdessen werden alle positiv Getesteten aufgefordert, ihre engen Kontaktpersonen der vergangenen 48 Stunden vor Auftreten der ersten Symptome selbst zu informieren, damit sich auch diese eigenständig in Quarantäne begeben.

Das Gesundheitsamt kann demnach nicht mehr alle individuell informieren und Einzelfall-Quarantäne anordnen. Im Stadtgebiet von Fürth liegt der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner laut Landesamt für Gesundheit aktuell bei 235,8. Im Landkreis Fürth liegt der Wert bei 171,4.

Mehrere Gesundheitsämter überfordert

Fürth ist dabei kein Einzelfall. Schon Ende Oktober beklagte die Verbandschefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, dass die Fälle so schnell ansteigen würden, dass die Ämter mit dem vorhandenen Personal nicht mehr nachkommen würden. Unterstützt werden die Gesundheitsämter in Deutschland derzeit auch von Bundeswehrkräften und Polizeibeamten. Das Gesundheitsamt in Coburg forderte bereits zusätzliche Helfer an.

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