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Beirut in Parsberg? "Keine Gefahr" durch Ammoniumnitrat | BR24

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In Parsberg wird seit Jahren in einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr Ammoniumnitrat eingelagert. Betreiber und auch Stadt beruhigen, dass davon keine Gefahr für die Anwohner ausgehe. Ammoniumnitrat führte zuletzt zu der Explosion in Beirut.

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Beirut in Parsberg? "Keine Gefahr" durch Ammoniumnitrat

In Parsberg wird seit Jahren in einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr Ammoniumnitrat eingelagert. Betreiber und auch Stadt beruhigen, dass davon keine Gefahr für die Anwohner ausgehe. Ammoniumnitrat führte zuletzt zu der Explosion in Beirut.

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In dem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr in der Nähe der Ortschaft Herrnried bei Parsberg lagert das Unternehmen Austin Powder Germany GmbH seit 2012 Ammoniumnitrat ein. Die Chemikalie wird als Sprengstoff in Steinbrüchen eingesetzt. Laut dem Geschäftsführer des Unternehmens Clemens Hüttner sei "vollkommen auszuschließen", dass es eine Explosion oder andere Vorfälle geben könnte. Qualität und Menge des Ammoniumnitrats seien mit der Substanz, die die Katastrophe vor gut drei Wochen im Libanon auslöste, nicht zu vergleichen.

Feuerwehr übt regelmäßig

Jährlich werde das Lager mit sämtlichen beteiligten Behörden kontrolliert und begangen, bestätigt auch der Parsberger Bürgermeister Josef Bauer. Zudem übe die Feuerwehr regelmäßig im und um das Lager, das einige hundert Meter entfernt von der Ortschaft hinter einem Berg liege.

In Parsberg keine Produktion, nur Lager

Aufregung oder Diskussionen darum gebe es seit 2012 keine im Ort, so der Bürgermeister. Das Unternehmen verarbeitet pro Tag zwischen fünf und zehn Tonnen der Chemikalie. Dabei werden Großgebinde in Kleingebinde verwandelt. In Parsberg wird aber nur gelagert, so der Geschäftsführer. Es gebe keinerlei Grund für Anwohner Bedenken zu haben, betont der Bürgermeister, der das Unternehmen als sehr transparent lobt.

Erinnerung an die Explosion von Beirut

Ammoniumnitrat wurde bekannt, als vor gut drei Wochen in der libanesischen Hauptstadt Beirut ein Lager explodierte. Dort sollen mehr als 2.500 Tonnen des Stoffes aufbewahrt worden sein. Die Lagerbedingungen in Beirut seien aber mit den deutschen Sicherheitsstandards nicht vergleichbar, betonen Bürgermeister und Unternehmenschef.

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