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Keine Fußwallfahrt: Bischof bringt Anliegen nach Altötting | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Pilger auf der Fußwallfahrt

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    Keine Fußwallfahrt: Bischof bringt Anliegen nach Altötting

    Die traditionelle Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting findet wegen Corona in diesem Jahr nicht statt. Bischof Rudolf Voderholzer bringt die Anliegen der Gläubigen stattdessen persönlich zur Gottesmutter. Diese können sie vorab einsenden.

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    Pilger werden in diesem Jahr nicht auf die traditionelle Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting gehen. Sie ist wegen der Corona-Krise abgesagt. Bischof Rudolf Voderholzer werde Anliegen der Gläubigen aber persönlich zur Gottesmutter bringen.

    Infektionsrisiko zu groß

    Normalerweise treffen rund 8.000 Gläubige bei der dreitägigen und 111 Kilometer langen Fußwallfahrt aufeinander. Das Risiko einer Infektion sei in diesem Jahr zu groß, begründete das Bistum die Absage. Dennoch wolle die Pilgerleitung die seit Jahren gewachsene Tradition der "Anliegenzettel" fortführen. Gerade jetzt sei es wichtig, dass die Menschen ihre Anliegen an die "Liebe Frau von Altötting" herantragen könnten.

    Ab dem 27. April können Gläubige ihre Zettel im Regensburger Dom in eine Urne legen oder sie per E-Mail an pilgerfuehrer@regensburger-fusswallfahrt.de schicken. Am Pfingstsamstag werde Bischof Voderholzer alle gesammelten Anliegen in einem großen Rucksack nach Altötting bringen.

    Eventuell Wallfahrt im Herbst

    Mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer kam Pilgerführer Bernhard Meiler überein, im Herbst möglicherweise eine große Diözesanfußwallfahrt als "Dankwallfahrt" abzuhalten. Ob es dabei bleibt, wird man sehen.

    Öffentliche Gottesdienste sollen im Freistaat ab Anfang Mai unter Auflagen wieder möglich sein. Derzeit sind die sieben bayerischen Diözesen dabei, Regeln zu Hygiene, Mindestabstand und Teilnehmerzahl zu erarbeiten und sie mit der Staatsregierung abzustimmen.

    Livecam vor der Schwarzen Madonna

    Eine Million Pilger kommen alljährlich in Deutschlands größtem Marienwallfahrtsort nach Altötting. Doch heuer ist auch hier alles anders. Sämtliche großen Wallfahrten sind abgesagt.

    Seit im März öffentliche Gottesdienste verboten wurden, sind nicht Menschen, sondern eine Kamera für Wallfahrtsrektor Günther Mandl und seine Priesterkollegen das unmittelbare Gegenüber, wenn sie um 8, 9, 10, 11 und 19 Uhr zelebrieren. Das Livebild wird auf dem Youtube-Kanal "Gnadenbild Altötting 24/7" übertragen.

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