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Keine einheitliche "Oben ohne"-Regel für Münchens Freibäder | BR24

© BR/Julia Müller

Mit oder ohne Bikini-Oberteil schwimmen: Das letzte Wort hat der Bademeister.

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    Keine einheitliche "Oben ohne"-Regel für Münchens Freibäder

    Sowohl Männer als auch Frauen dürfen in München "oben ohne" an der Isar liegen und im Fluss baden. In den Freibädern entscheidet übers Oben-ohne-Schwimmen auch künftig der Bademeister. Im Stadtrat gab es keine Mehrheit für eine einheitliche Regelung.

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    Welche Badekleidung in den Münchner Freibädern "geeignet" ist – und ob Frauen auch mal "oben ohne" ins Wasser dürfen, liegt weiterhin im Ermessen der Bademeister(in). Das hat der Feriensenat des Stadtrats beschlossen.

    Grüne und Rosa Liste hatten beantragt, die Bekleidungsregeln der Verordnung anzupassen, die seit diesem Sommer an der Isar gilt: Dort ist Frauen das Baden "oben ohne" jetzt grundsätzlich erlaubt, sie müssen nur "die primären Geschlechtsorgane vollständig bedecken". Der Rest bleibt ihnen selbst überlassen. So weit wollten die Stadträte im Fall der Freibäder aber nicht gehen.

    Sonnen "oben ohne" ist dagegen erlaubt

    Was "angemessen" ist, würden die Bademeister "situativ" entscheiden, erklärte ein Sprecher der Stadtwerke München auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Seien gerade einmal 20 Besucher im Bad, könne man das Schwimmen ohne Oberteil zum Beispiel eher tolerieren, als wenn viele Eltern mit ihren Kindern da seien. Außerhalb des Beckens ist die Lage dagegen eindeutig: Da sei das Sonnen "oben ohne" erlaubt, so der Sprecher.

    Grüne und Rosa Liste pochen auf Gleichberechtigung

    Grüne und Rosa Liste reagierten enttäuscht auf die Entscheidung: Gleichberechtigung sollte auch in Bädern gelten, erklärten sie nach der Sitzung: "Es ist inakzeptabel, dass Artikel 3 des Grundgesetzes – 'Männer und Frauen sind gleichberechtigt' – in den Münchner Schwimmbädern noch an einen Zustimmungsvorbehalt des Badepersonals geknüpft wird."