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Keine Corona-Gefahr für Schlachthof Bamberg | BR24

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Das Fleischwerk Tönnies lässt auch in Bamberg Tiere schlachten und beschäftigt dort einen Mitarbeiter. Doch eine unmittelbare Corona-Gefahr bestehe für den oberfränkischen Schlachthof nicht. Alle Mitarbeiter wurden negativ auf das Virus getestet.

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Keine Corona-Gefahr für Schlachthof Bamberg

Das Fleischwerk Tönnies lässt auch in Bamberg Tiere schlachten und beschäftigt dort einen Mitarbeiter. Doch eine unmittelbare Corona-Gefahr bestehe für den oberfränkischen Schlachthof nicht. Alle Mitarbeiter wurden negativ auf das Virus getestet.

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Durch den Corona-Ausbruch in Schlachthöfen in Deutschland, unter anderem bei Tönnies in Nordrhein-Westfalen, besteht keine unmittelbare Gefahr für den Schlacht- und Viehhof in Bamberg. Das sagte der Leiter des kommunalen Schlachthofs, Robert Sporer, dem Bayerischen Rundfunk.

Tönnies lässt in Bamberg schlachten

Die Firma Tönnies sei einer von mehr als 100 Kunden, die in Bamberg Tiere schlachten lassen. Tönnies beschäftige in Bamberg einen Mitarbeiter, der in der Verwaltung tätig ist, so Sporer. Auf Anfrage des BR teilte das Unternehmen Tönnies mit, dass man in Bamberg pro Woche 500 bis 600 Schweine schlachten lasse. Man plane auch weiterhin auf diesem Niveau schlachten zu lassen. Dabei kämen alle Schweine aus bayerischen Regionen, die rund 150 bis 200 Kilometer um Bamberg lägen und nach bayerischen Qualitätsregeln geprüft würden.

Alle Mitarbeiter negativ getestet

Mitte Mai waren 152 Mitarbeiter des Schlachthofs auf das Corona-Virus getestet worden. Dabei fielen alle Tests negativ aus, sagte der Betriebsleiter des Bamberger Schlachthofs, Sporer. Aufgrund der aktuellen Lage in Bamberg seien keine weiteren Tests bei den Mitarbeitern geplant oder nötig. Man stehe dabei im engen Austausch mit den Behörden. Der Schlacht- und Viehhof sei sich seiner Verantwortung bewusst: So habe man schon zu Beginn der Corona-Krise die ohnehin strengen Hygienemaßnahmen weiter verstärkt.

Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten

Nach der Veröffentlichung des Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Mitte April habe man die Maßnahmen noch verstärkt: So sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes angeordnet worden. Außerdem habe man die Produktionsgeschwindigkeit gedrosselt, um mit weniger Personal arbeiten zu können. Weniger Personal bedeute mehr Abstand zueinander und das wiederum mehr Sicherheit für alle, so Sporer. Die Einhaltung der Regeln überprüfe das Carl-Korth-Institut für Arbeitsmedizin in Erlangen.

Wohnsituation der Mitarbeiter

Der Großteil der etwa 150 Mitarbeiter am Schlachthof wohne in privaten Wohnungen in Bamberg und im Umland. Etwa einem Viertel der Mitarbeiter würden Werkswohnungen zur Verfügung gestellt. Es handle sich dabei ausdrücklich nicht um Sammel- oder Kasernenunterkünfte, sondern um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, betonte Sporer. Dort lebten, je nach Größe der Wohnung, zwei bis sieben Personen zusammen. Der Ausländeranteil der Beschäftigten liege bei etwa 40 Prozent, alle Mitarbeiter seien bei deutschen Firmen und nach deutschem Recht angestellt.

Dauerhafte Frischluftzufuhr

In Sachen Lüftungsanlagen sehe man sich in Bamberg auf der sicheren Seite, so Sporer, da man im Vergleich zu anderen Schlachtbetrieben keine Umwälzanlagen verwende, sondern dauerhaft Frischluft zuführe. Trotzdem prüfe man auch, ob man zusätzlich noch spezielle Filter nachrüsten könne.

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Für den Schlachthof in Bamberg bestehe keine direkte Corona-Gefahr, so die Verantwortlichen.

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