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Der Bischof von Augsburg, Bertram Meier hat die Staatsregierung kritisiert

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    Keine Christmette: Augsburger Bischof kritisiert Staatsregierung

    Die Sperrstunde gilt in Bayern auch an Heiligabend. Das heißt, dass die Christmetten nicht spätabends stattfinden dürfen. Bischof Bertram Meier hat deshalb die Staatsregierung heftig kritisiert. Aber er ruft auch dazu auf, die Regeln zu befolgen.

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    Von
    • Susanne Hofmann
    • Roswitha Polaschek

    Bischof Bertram Meier hat die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, auch an Weihnachten an der nächtlichen Ausgangssperre festzuhalten und damit den Besuch der nächtlichen Christmetten am 24. Dezember zu verbieten, scharf kritisiert. Man sei von der neuen Entwicklung förmlich überrumpelt worden, so der Bischof in einer Pressemitteilung: "Eine stabile Brücke zwischen Staat und Kirche, die durch Krisen trägt, stelle ich mir anders vor."

    Bischof Bertram Meier bittet Gläubige Vorgaben einzuhalten

    Längst hätten viele Gemeinden der Diözese Gottesdienste und Christmetten bewusst hintereinander geplant, um die Besucheranzahl zu dosieren und so die Feiernden zu schützen. Der Bischof betonte, er bedaure die neuen Rahmenbedingungen sehr und danke allen, die sich seit Wochen für eine "sichere und würdige Feierkultur" an Weihnachten eingesetzt hätten. "Trotz des Schmerzes" bitte er die Seelsorger und die Gläubigen, sich an die Vorgaben zu halten und die Gottesdienste so zu feiern, dass die Menschen vor 21 Uhr wieder zuhause sind. Dies sei als ein Zeichen der Solidarität der Kirche zu verstehen.

    Christmette im Augsburger Dom beginnt früher

    Die ursprünglich für 23.30 Uhr im Augsburger Dom geplante Christmette mit Bischof Bertram Meier wird bereits um 19 Uhr beginnen. Auch zu dieser geänderten Zeit wird der Gottesdienst live auf der Homepage des Bistums übertragen werden. Die bereits reservierten Zugangskarten für den Dom behalten ihre Gültigkeit, so der Bischof.

    Regensburger Bischof hofft auf Christmette

    Auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer kritisiert, dass die abendliche Ausgangsbeschränkungen an Weihnachten gelten sollen. Der Bischof hofft weiterhin auf eine Ausnahmeregelung, sodass die traditionelle abendliche Christmette um 22 Uhr doch noch an Heilig Abend stattfinden kann. Vorderholzer argumentiert, dass eine Entzerrung der Gottesdienste in die Nacht hinein das Ansteckungsrisiko verringern würde.

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