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Keine Busse, keine Trams: Warnstreiks im ÖPNV in Schwaben | BR24

© BR/Beate Mangold

Auf Augsburg Straßen werden nur wenige Busse und Straßenbahnen fahren. Grundd dafür ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

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Keine Busse, keine Trams: Warnstreiks im ÖPNV in Schwaben

Fahrgäste von Bussen und Bahnen in Augsburg und Kaufbeuren mussten am Montag massive Einschränkungen in Kauf nehmen. In Augsburg beteiligten sich die Fahrer der Stadtwerke am Warnstreik, in Kaufbeuren wollen die Busfahrer auch am Dienstag streiken.

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Von
  • Jo Schweizer
  • Werner Bader
  • Andrea Trübenbacher

Die Gewerkschaft Verdi hatte ihre Mitglieder am Montag zum Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen - und dem folgten in Augsburg und Kaufbeuren zahlreiche Beschäftigte.

Die Augsburger Stadtwerke haben am frühen Montagmorgen mitgeteilt, dass alle Fahrer dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt sind - deshalb hat der Warnstreik wie schon die vergangenen Male den Nahverkehr in Augsburg lahmgelegt. Alle Busse und Straßenbahnen der Stadtwerke sind ausgefallen, einen Notfall-Fahrplan konnte nicht eingerichtet werden.

Warnstreiks auch in Kaufbeuren

Auch beim Busunternehmen VG Kirchweihtal in Kaufbeuren kam es am Montag erneut zu Warnstreiks. Einige Linien sollten zwar fahren, aber der Großteil der Verbindungen in Kaufbeuren und im Ostallgäu musste ausfallen.

Betroffen waren nur die Linien, die von der Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal bedient werden, denn nur diese Mitarbeiter beteiligen sich am Warnstreik. Das liegt nach Angaben der Gewerkschaft zunächst an der Bereitschaft der Busfahrer hier ihre Arbeit niederzulegen. Bei kleineren Unternehmen sei das oft schwierig und einzelne Gewerkschaftsmitglieder wolle man auf keinen Fall zum Streik auffordern.

Auch am Dienstag Streik in Kaufbeuren

Wegen des Warnstreiks der Busfahrer kommt der Busverkehr in und um Kaufbeuren am Dienstag dann den zweiten Tag in Folge wieder weitgehend zum Erliegen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Fahrer der Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal aufgerufen, ihre Arbeit bis heute Nacht niederzulegen. Damit werden zum fünften Mal seit Schuljahresbeginn die Busse in Kaufbeuren bestreikt. Mit größeren Verkehrsbehinderungen ist laut Polizei aber nicht zu rechnen.

Mehr Geld für Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe 3,50 Euro mehr pro Stunde. Im Moment betrage das Einstiegsgehalt 12,81 Euro, so die Gewerkschaft. Ein Verhandlungstermin oder ein Angebot von Arbeitgeberseite liegt nach Gewerkschaftsangaben nicht vor. Die Warnstreiks sollen um 4. 20 beginnen und bis in die Nacht zum Mittwoch andauern. Mit dem Warnstreik im ÖPNV möchte die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Tarif-Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst erhöhen.

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