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Keine Brandstiftung: Ex-Pächter der Freizeithalle freigesprochen | BR24

© picture alliance/dpa

Der frühere Pächter der Freizeithalle Kulmbach ist von dem Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden.

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    Keine Brandstiftung: Ex-Pächter der Freizeithalle freigesprochen

    Der frühere Pächter einer Freizeithalle in Kulmbach und sein mutmaßlicher Komplize sind vor dem Amtsgericht Bayreuth vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden.

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    "In dubio pro reo", im Zweifel für den Angeklagten, hieß es vor dem Bayreuther Amtsgericht. Der frühere Pächter einer Freizeithalle in Kulmbach ist am Dienstag (14.01.20) vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden.

    Keine belastbaren Indizien für Brandstiftung gefunden

    Der Vorwurf, der frühere Pächter habe vor knapp zwei Jahren einen Brand in dem Gebäude gelegt, konnte nicht bewiesen werden. Es konnten keine belastbaren Indizien gefunden werden, die für eine Verurteilung gereicht hätten, so der Sprecher des Amtsgerichts im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Zudem habe es weder Video-Aufzeichnung noch Zeugen der Tat gegeben, heißt es. Vielmehr lagen Zeugenaussagen vor, wonach sowohl der ehemalige Pächter als auch sein mutmaßlicher Komplize ihre Betten in der Nacht des Brandes nicht verlassen hätten.

    Freizeithalle Kulmbach brennt im April 2018 aus

    Der Mann stand gemeinsam mit einem Komplizen wegen Brandstiftung und Versicherungsbetrug vor Gericht. Im April 2018 brannte die Halle "Am Goldenen Feld" komplett aus. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.

    Versicherungsbetrug vermutet

    Der Schaden lag bei etwa drei Millionen Euro. Kurz nach dem Brand waren in Kulmbach Gerüchte aufgekommen, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte um Geld von einer Versicherung zu kassieren. Bewiesen werden konnte das nicht. In der Freizeithalle waren unter anderem eine Bowling-Bahn, ein Indoor-Spielplatz für Kinder und Gastronomie untergebracht.