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Keine Angst vor Bomben bei den Augsburger Plärrer-Schaustellern | BR24

© BR/Christian Wagner

Für den Osterplärrer gelten Vorsichtsmaßnahmen für die Schausteller.

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    Keine Angst vor Bomben bei den Augsburger Plärrer-Schaustellern

    Was befindet sich unter dem Augsburger Plärrer-Gelände? Weil die Stadt nicht ausschließen kann, dass dort noch Bomben-Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg lagern, gilt für den diesjährigen Plärrer eine Vorsichtsmaßnahme für die Schausteller.

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    Einen konkreten Verdacht auf eine Bombe unter dem Plärrer-Gelände gibt es laut Ordnungsreferat nicht, es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Das hat Ordnungsreferent Dirk Wurm dem BR bestätigt.

    Keine Befestigungsanker erlaubt

    Weil die Stadt nicht komplett ausschließen kann, dass auf dem Plärrer-Gelände noch Überreste von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg lagern, gilt für den diesjährigen Osterplärrer eine Vorsichtsmaßnahme für die Schausteller. Zur Stabilisierung der Fahrgeschäfte und Festzelte dürfen sie keine sogenannten Befestigungsanker in den Boden schlagen. Für die Besucher besteht nach Informationen der Stadt aber keine Gefahr.

    Für die Schausteller kein Problem

    Beim schwäbischen Schaustellerverband sieht man das Ganze entspannt, denn die verbotenen Befestigungsanker sind sowieso nicht mehr Stand der Technik, wie Vorsitzender Josef Diebold im BR-Interview erklärt: „Die heutigen Fahrgeschäfte und Buden sind so kompakt und schwer, dass man keine Anker mehr braucht.“ Außerdem seien die meisten Festplätze gepflastert oder geteert, sodass sich die Schausteller vielerorts anders behelfen müssten, beispielsweise mit Gewichten aus Beton.

    Sicherheit per Ausschlussprinzip

    Anders sieht es bei den Festzelten aus, die noch über Metallstangen im Boden verankert werden: „Die stehen aber seit Jahr und Tag auf den Millimeter genau an der gleichen Position“, sagte Diebold, hier bestehe also keine Gefahr. Auch die Stadt beruft sich auf dieses Ausschlussprinzip. Die Plärrer-Schausteller hätten keine Bedenken angesichts potentieller Kriegsaltlasten: „Wir sind hier seit über 60 Jahren“, so Diebold, „da war auf jedem Quadratmeter mindestens ein Nagel im Boden.“ Der Plärrer ist Schwabens größtes Volksfest und verzeichnet an den beiden Terminen im Frühjahr und Herbst jeweils rund 500.000 Besucher.

    Bombensuche für die Plärrer-Wache

    Vor Kurzem hatte laut Marktamt eine Kampfmittelräumfirma das Gelände mit Detektoren abgesucht, weil am Rande des Plärrer-Areals eine neue Wache entsteht, die die Rettungskräfte während des Volksfestes nutzen.