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Für das Lagerbier der Metzgerbräu aus Oberfranken kommen viele Bier-Fans nach Uetzing im Landkreis Lichtenfels. Durch eine Facebook-Gruppe wurde ein regelrechter Hype um das Bier ausgelöst und die Brauerei kommt kaum noch hinterher.

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Kein Absatzeinbruch wegen Corona: Metzgerbräu in Uetzing boomt

Wegen Corona sind die Gaststätten geschlossen. Das spüren auch viele Brauereien: Sie können kein Fassbier mehr liefern. Die Metzgerbräu in Uetzing kommt dagegen mit dem Brauen fast nicht mehr nach. Manche Käufer nehmen gleich zehn Kästen mit.

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Von
  • Richard Padberg
  • BR24 Redaktion

In dem kleinen Ort Uetzing im Landkreis Lichtenfels steht die Abfüllmaschine in der Metzgerbräu nicht mehr still. Brauereichef Manfred Reichert kommt kaum hinterher. Sein Bier ist gefragt wie nie. Angefangen hat die Bier-Leidenschaft des Metzgermeisters vor rund 18 Jahren. Er hat schon immer gerne Bier getrunken.

"Mich hat das schon immer interessiert, wie man Bier herstellt, wie man Bier braut. Und da habe ich mir damals ein Buch gekauft, habe es gelesen und einfach angefangen." Manfred Reichert, Metzgerbräu in Uetzing

Aus einer Wurstkessel-Brauerei wurde die Metzgerbäu

Anfangs braute Reichert sein Bier noch im Wurstkessel. Aus einer Idee wurden eine richtige Brauerei und ein zweites Standbein. Seit knapp drei Jahren mit dabei ist Michael Amm. Auch er lebt für das Bier der Metzgerbräu: "Wir brauen hier hauptsächlich eine Sorte, das ist ein bernsteinfarbenes Lagerbier. Damit sind wir auch gut am Anschlag, da sind alle Tanks voll." Doch dieser Biervorrat hält nicht lange an. Um das Bier der Metzgerbräu ist in einer Facebook-Gruppe über fränkisches Bier mit fast 25.000 Mitgliedern ein regelrechter Hype entstanden.

Bierliebhaber kommen bis aus Unterfranken

Plötzlich kamen Leute von weit her, haben hunderte Kilometer auf sich genommen haben, um nach Uetzing zu kommen. Viele haben nicht nur einen Kasten, sondern gleich mal zehn Kästen mitgenommen. Der Hype geht weit über das Bier-Mekka Oberfranken hinaus. Lawrence Taiwo kommt aus Hofheim in Unterfranken. "Der große Vorteil sind die sozialen Medien, über die man so etwas verbreiten kann", so Taiwo. Das würde den Brauereien in dieser schweren Corona-Zeit helfen, das Bier zu verkaufen und nicht wegschütten zu müssen.

"Wenn das Bier so viele Leute trinken und es gut finden, dann kann es einfach nur ne zehn von zehn sein, um es so mal auszudrücken." Lawrence Taiwo, Kunde der Metzgerbäu

Die Nachfrage ist enorm, aber einfach mehr Bier brauen geht nicht. Die Metzgerbräu ist an der Kapazitätsgrenze. Hype hin, Hype her - das Flaschenbierkarussell von Manfred Reichert dreht sich einfach immer weiter.

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