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Kein Uran aus Frankreich: Reaktor Garching steht weiter still | BR24

© picture alliance / Peter Kneffel

Der Forschungsreaktor München II

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    Kein Uran aus Frankreich: Reaktor Garching steht weiter still

    Frankreich will einfach keine neuen Brennelemente nach Garching liefern. So ist der Forschungsreaktor seit März außer Betrieb. Die TU München hofft auf Januar.

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    Seit März ist der Garchinger Forschungsreaktor nicht mehr in Betrieb, es fehlt an neuen Brennelementen. Normalerweise bekommt die TU München das hochangereicherte Uran von einem französischen Dienstleister. Frankreich hat aber erst einmal keine weiteren Straßentransporte genehmigt. Eine "politische Angelegenheit", heißt es. Die Verhandlungen laufen noch.

    Vielleicht läuft der Reaktor im Januar wieder

    Trotzdem gibt man sich bei der TU optimistisch, dass der Betrieb im Januar wieder starten kann – auch für Wissenschaftler aus aller Welt und Kunden aus der Industrie, die zum Beispiel Radioisotope für die Krebsdiagnostik produzieren. Einstweilen ist aber weiter Zwangspause. Das nimmt der TU allerdings auch den Druck bei einem anderen Thema: Das Abklingbecken, in dem alle 46 seit der Inbetriebnahme verbrauchten Brennelemente liegen, ist fast voll.

    Demnächst wäre zum ersten Mal ein Castor-Transport ins nordrhein-westfälische Ahaus nötig geworden. Die TU hat aber noch nicht alle nötigen Genehmigungen dafür. Vor nächstem Jahr wird sie sie nun ohnehin nicht brauchen.

    "Tag der offenen Tür" in der Forschungs-Neutronenquelle

    Mehr als 1.000 Gastwissenschaftler aus aller Welt besuchen jährlich die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz, um dort Messungen durchzuführen. Am Donnerstag bot ein "Tag der offenen Tür" Besuchern einen Blick hinter die Kulissen von Deutschlands wichtigster Anlage für die Forschung mit Neutronen. Führungen starteten in der Sonderausstellung im Physik-Department. Es gab ein buntes Programm mit Filmen, Vorträgen und Mitmachaktionen sowie mit Infoständen und Führungen.