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Kein Träger, kein Vorstand – noch keine Zukunft

Die Zukunft der Nürnberger Tafel ist weiter unklar: Bei einer außerordentlichen Versammlung konnten sich die Vereinsmitglieder nicht auf ein neues Trägermodell einigen. Auch die Wahl eines neuen Vorstands scheiterte. Von Sophia Ruhstorfer

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Eigentlich hätten sich die Mitglieder für ein neues Trägerkonzept entscheiden sollen. Zwei Wohlfahrtsverbände waren dafür eingeladen, um ihre Modelle zu präsentieren. Zum einen das Bayerische Rote Kreuz, zum anderen die Nürnberger Stadtmission. Am Ende stimmten die Mitglieder aber gegen beide Konzepte.

Hitzige Diskussionen

Während der Versammlung gab es immer wieder hitzige Diskussionen über die aktuelle Lage der Nürnberger Tafel. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks stimmten viele der rund 75 anwesenden Mitglieder gegen einen Träger, weil sie befürchten, dass sie innerhalb der Tafel weniger Mitspracherechte hätten. Andere Mitglieder sind aber der Meinung, dass die Tafel den Ansturm von Bedürftigen ohne die Hilfe eines Wohlfahrtsverbandes nicht bewältigen kann.

"Was man von den Mitgliedern heute verlangt hat, war den Tafel e.V. zu entleiben. Dazu waren sie heute noch nicht bereit." Dieter Maly, Sozialamtsleiter in Nürnberg

Er finde die Entscheidung "schade", sagte der Leiter des Nürnberger Sozialamts, Dieter Maly.

Kein Vorstand gewählt

Die Fronten waren so verhärtet, dass auch die Wahl eines neuen Vorstandes negativ ausfiel. Niemand meldete sich für das Amt. Der noch amtierende Vorsitzende Hermann Rupprecht führt nun so lange die Geschäfte weiter, bis das Amtsgericht einen neuen Notvorstand eingesetzt habe.

"Bei einer neuen Mitgliederversammlung kann alles passieren. Wenn dann kein Vorstand da ist, wird liquidiert." Hermann Rupprecht, noch amtierender Vorsitzender