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Trotz Lockerungen: Viele Hallenbäder und Saunen bleiben zu | BR24

© PETER KLAUNZER / picture alliance/KEYSTONE

Gesperrter Startblock in Hallenbad

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    Trotz Lockerungen: Viele Hallenbäder und Saunen bleiben zu

    Seit Montag dürfen Hallenbäder, Thermen und Saunen in Bayern wieder öffnen. Nicht alle tun das aber. Vor allem kommunale Betreiber zögern noch. Sie kritisieren, dass die Staatsregierung erst sehr spät ihre Hygieneanforderungen vorgelegt habe.

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    Die Bayerische Staatsregierung erlaubt seit Montag die Öffnung von Hallenbädern, Innenbereichen von Thermen und Hotelschwimmbädern samt Wellness-Bereichen. Doch viele, vor allem kommunale Betreiber wollen dennoch nicht aufsperren. Sie kritisieren, dass die Bayerische Staatsregierung ihre Hygieneanforderungen erst am Freitagabend vorgelegt hat.

    Detaillierte Anforderungen der Staatsregierung

    Nach den Handlungsempfehlungen der Staatsregierung müssen die Betreiber ein Lüftungskonzept für ihre Räumlichkeiten erarbeiten. Wie üblich sollen alle Personen in den Einrichtungen, die nicht aus demselben Hausstand stammen, mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten. Bade- und Kurgäste müssen ihre Namen und Telefonnummern bzw. Adressen hinterlassen, damit im Falle einer Corona-Infektion unter Gästen oder Personal Kontaktpersonen möglichst schnell ermittelt werden können.

    Im Eingangsbereich und in den Umkleiden ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Das gilt allerdings nicht für Duschen und Schwimmhallen. Sogenannte Handkontaktflächen, wie etwa Türgriffe, müssen vom Personal regelmäßig desinfiziert werden. Das gilt auch für die Schlüssel von Garderobenschränken. Auf das Verleihen von Ausrüstung, wie etwa Schwimmbrillen, soll verzichtet werden. In Kurbädern haben Kinder unter 10 Jahren keinen Zutritt, es sei denn die Erziehungsberechtigten legen ein ärztliches Attest vor. Liegen in den Ruheräumen müssen einen Abstand von mindestens eineinhalb Metern voneinander haben.

    Mehr Personalbedarf in Freibädern

    Vielen kommunalen Betreibern fällt es schwer, wegen der spät vorgelegten Anforderungen aufzusperren. Aber auch, weil viele ihrer Mitarbeiter zur Zeit in den Frei- und Sommerbädern draußen benötigt werden. Schon dort braucht es wegen der Hygiene-Auflagen mehr Personal als in normalen Zeiten.

    So bleiben die Hallenbäder und Saunen der Münchner Stadtwerke ("SWM") weiterhin geschlossen. Aus der Pressestelle der "SWM“ ist lediglich zu hören, dass aus den bekannten Konzept-Ansätzen der Landesregierung "… nun Konzepte für Technik, Personal und Betrieb in unseren acht Hallenbädern zu erstellen und abzustimmen“ sind. Es lasse "sich im Moment leider noch keine valide Aussage treffen, welches der Hallenbäder wann und in welcher Form geöffnet werden kann - dazu brauchen wir noch ein paar Tage intensiver Planungsarbeit.“

    Vorgezogene Sanierungsarbeiten verzögern Öffnung

    Geschlossen bleibt auch noch das "Sybillenbad“ Neualbenreuth in der nördlichen Oberpfalz (Betreiber: Zweckverband Bezirk Oberpfalz, Landkreis Tirschenreuth, Städte Mitterteich, Tirschenreuth und Waldsassen, sowie der Markt Neualbenreuth). Grund seien Sanierungsarbeiten. Ein Betriebsbeginn vor Mitte Juli sei daher nicht möglich, heißt es auf der Homepage.

    Aus ähnlichen Gründen bleiben auch die kommunalen Hallenbäder in Wasserburg, in Bernau am Chiemsee und in Bad Wiessee geschlossen. Ebenso im Regierungsbezirk Schwaben die städtischen Hallenbäder von Augsburg, Friedberg und Aichach.

    Viele private Bäder sind wieder offen

    Als wohl einziges Bad mit Innen- und Außenbereich im Allgäu hat das "Aquaria Erlebnisbad“ in Oberstaufen seit heute wieder geöffnet. Um 11 Uhr vormittags waren immerhin 57 Gäste in den Wasser-Becken. Ihren Betrieb wieder aufgenommen haben auch die privat betriebenen Thermen und Hallenbäder im niederbayerischen Bäder-Dreieck Bad Griesbach, Bad Füssing und Bad Birnbach.

    Darunter sind:

    • die „Rottal Therme“ in Bad Birnbach (Betreiber: Zweckverband Thermalbad Birnbach),
    • die „Therme Eins“ in Bad Füssing (Betreiber: Therme I Betriebsgesellschaft GmbH)
    • das "Johannesbad“ Bad Füssing (Betreiber: Johannesbad Reha-Kliniken GmbH & Co. KG)

    Offen ist seit heute auch die "Frankentherme“ in Bad Windsheim.

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