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Kein Handynetz nach Unfall: Mann bricht schwer verletzt zusammen | BR24

© picture alliance/Stefan Puchner/dpa

Das Wort "Unfall" leuchtet auf einem Polizeiwagen (Symbolbild).

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Kein Handynetz nach Unfall: Mann bricht schwer verletzt zusammen

Schwer verletzt hat sich ein junger Mann nach einem Verkehrsunfall auf die Suche nach einem Handynetz gemacht, um Hilfe zu rufen. Dabei brach er zusammen. Polizisten fanden den 23-Jährigen am Straßenrand. Doch braucht man für Notrufe immer Empfang?

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Wegen Schneeglätte hat ein 23-Jähriger mit seinem Wagen bei Ettal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen einen Unfall gebaut und ist dabei schwer verletzt worden. Er setzte nach dem Unfall in der Nacht zu Heiligabend laut Polizei noch selbst einen Notruf ab – musste die Unfallstelle dafür aber verlassen, weil er kein Handynetz hatte.

Zusammenbruch auf der Suche nach Handynetz

Wie die Polizei mitteilte, brach der Mann nach 150 Metern auf dem Weg zusammen. Die Streife fand ihn schließlich am Straßenrand liegend. Der Mann aus dem Kreis Oberallgäu war zuvor in einer Linkskurve zwischen der Landesgrenze und Schloss Linderhof mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet.

Braucht es Handynetz für einen Notruf?

Doch braucht es unbedingt ein Handynetz, um einen Notruf abzusetzen? In Deutschland sind Kunden, die einen Mobilfunktarif buchen, an das Netz eines der drei Netzbetreiber gebunden: Telekom, Vodafone und O2. Wer keinen Handyempfang hat, aber einen Notruf absetzen muss, sollte laut Computermagazin "Chip" trotzdem versuchen, die 112 zu wählen. Das Handy wählt sich dann automatisch in das Netz ein, das vor Ort am stärksten ist. Mit dem Polizei-Notruf 110 ist dies allerdings meist nicht möglich.

Ist keines der drei Netze verfügbar, kann man keinen Notruf absetzen. Das Handy ist in diesem Fall nicht in der Lage, nach außen zu kommunizieren. In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind solche totalen Funklöcher aber sehr selten. Fast immer ist laut "Chip" eines der Netze erreichbar.

Rückblick mit der #BR24 Zeitreise: 50 Jahre Notruf 112

© BR

Schlecht organisierte Notfallhilfe war schuld am Unfalltod von Björn Steiger. Daraufhin gründeten seine Eltern am 7.7.1969 die Björn-Steiger-Stiftung für eine bundeseinheitliche Notfallhilfe. Eine Zeitreise von 1972 zeigt ihre Organisation in Bayern.