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Kein Geld - keine Moschee? | BR24

© MFI

Architektenentwurf fürs Münchner Forum für Islam

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    Kein Geld - keine Moschee?

    Der Münchner Ältestenrat will heute über die Zukunft des Moschee-Projekts an der Dachauerstraße entscheiden. Nach einer Geldblockade durch Saudi-Arabien fehlt eine Millionenspende.

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    Das Münchner Forum für Islam (MFI) bittet den Ältestenrat des Münchner Stadtrats um zeitlichen Aufschub, damit das geplante Islamzentrum an der Dachauer Straße nicht scheitert. 

    Der private Geldgeber wolle überweisen, heißt es. Die Landeshauptstadt hatte für den Verein bis Ende 2015 ein Grundstück reserviert. Doch eine Geldspende über 4,5 Mio Euro ist bislang nicht eingetroffen. 

    Am Mittwoch hatte Stefan Wimmer vom MFI dem BR bestätigt, dass die Millionenspende auf jeden Fall kommen werde.

    Saudische Regierung verärgert über Vizekanzler Gabriel

    Anfang Dezember hatte sich Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) kritisch zu Saudi-Arabien geäußert. 

    Das Land unterstütze durch Finanzierung von Moscheen in Deutschland die Verbreitung von religiösem Extremismus, so der Vorwurf. 

    Daraufhin meldete das MFI dem Münchner Rathaus: Die saudische Regierung sei über diese Aussage so verärgert, dass derzeit kein Moscheebau in Deutschland von Saudis finanziert werden dürfe.

    "Wir hoffen aber, dass diese aktuelle Situation nicht dafür verwendet wird, dem Projekt die Unterstützung seitens der Stadt zu entziehen." Stefan Wimmer, MFI

    Das Münchner Forum für Islam soll auf dem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Dachauer Straße eine Moschee, eine Bibliothek, eine Akademie für Begegnungen und Gastronomie beherbergen. 

    Seit Jahren setzt sich vor allem der Penzberger Imam Benjamin Idriz für das Projekt ein. Unterstützung bekommt er auch seitens der Kirchen und der Stadt München.