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Jemand zündet einen Silvester-Böller an (Symbolbild)
© dpa-Bildfunk/Patrick Bleul

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Jemand zündet einen Silvester-Böller an (Symbolbild)

Auch wenn die Polizei an diesem Silvester wieder oft im Einsatz war: Ein umfassendes Böller-Verbot wie in anderen Städten plant die Stadt Regensburg derzeit nicht. Das teilte die Stadt-Pressesprecherin Juliane von Roenne-Styra dem BR auf Anfrage mit.

"Verbot wäre schwer zu kontrollieren"

Zwar sei klar, dass die Kombination aus Silvester und Alkohol zu mangelndem Respekt vor den Böllern führe. Weil das Stadtgebiet eng besiedelt ist, sei ein Verbot aber nur sehr schwer zu kontrollieren. Außerdem würde es die Probleme nur an andere Orte der Stadt verlagern. Verbote wie in Tübingen seien dort wegen der Brandgefahr für Fachwerkhäuser sinnvoll. Die gibt es aber in Regensburg kaum.

Bund Naturschutz fordert Diskussion

Raimund Schoberer vom Bund Naturschutz überzeugen die Argumente der Stadt nicht. Regensburg sei Weltkulturerbe, habe einen grünen Bürgermeister und eine Umweltzone. Es brauche daher auch mehr politische Diskussion über ein Böller- und Feuerwerksverbot.

"Wir wollen nicht die Spaßbremse sein. Aber man muss das neue Jahr nicht mit einem Müllberg anfangen." Raimund Schoberer, Bund Naturschutz Regensburg

Schoberer sagt außerdem, die Stadt solle den Bürgern eine Alternative anbieten. Er verweist auf das Beispiel Straubing: Denn dort hatte es dieses Jahr auch wegen des dortigen Rathausbrandes statt Feuerwerk eine Laser-Show gegeben.