BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Kein Alkohol "to go" mehr in Bamberg: Gastwirte sind sauer | BR24

© BR

Seit Freitag dürfen in der Bamberger Altstadt ab 20 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr "to go" verkauft werden. Die Polizei ist mit den Resultaten zufrieden. Die Gastwirte hingegen sind sauer.

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Kein Alkohol "to go" mehr in Bamberg: Gastwirte sind sauer

Seit Freitag dürfen in der Bamberger Altstadt keine alkoholischen Getränke mehr "to go" verkauft werden. So sollen größere Menschenansammlungen vermieden werden. Die Polizei ist mit dem Ergebnis zufrieden. Die Gastwirte sind hingegen sauer.

4
Per Mail sharen

Ab 20 Uhr können die Bamberger in der Altstadt keine alkoholischen "to go"-Getränke mehr kaufen. Diese Regelung gilt seit Freitag und bezieht sich auf Wochenenden und Tage vor Feiertagen. Zu häufig kam es zuletzt zu größeren Menschenansammlungen in der Sandstraße und Umgebung. Dem will die Stadt Bamberg im Sinne des Infektionsschutzes einen Riegel vorschieben.

Polizei mit dem ersten Wochenende zufrieden

Die ersten Tage zeigen: Der Plan geht auf. Die Polizei ist sehr zufrieden. Denn ohne das Bier oder den Cocktail zum Mitnehmen ist die Altstadt wohl gleich ein wenig unattraktiver für viele Bürgerinnen und Bürger.

"Wir waren von Freitagnacht auf Samstag und auch am Samstagabend sehr zufrieden. Die Bevölkerung zeigt sich sehr einsichtig: Die Feiernden, die Touristen und auch die Gaststättenbetreiber halten sich an die Regeln. Wir haben bisher keine Verstöße gegen diese neue Allgemeinverfügung zu verzeichnen." Alexander Rothenbücher, Polizei Bamberg

Bamberger Gastwirte hadern mit "to go"-Verbot

Dieser positiven Bilanz stehen jedoch die Gastwirte gegenüber. Denn ihnen geht durch das fehlende Außer-Haus-Geschäft Umsatz verloren. Umsatz, den viele strauchelnde Gastronomen gerade in der Corona-Krise gut gebrauchen könnten. Einige Wirte wollen sich gegen das Verbot wehren und bereiten eine Klage beim Verwaltungsgericht vor.

"Wir haben nur 30 Prozent der Sitzplätze, die wir vor Corona hatten und unser Lokal ist innen die meiste Zeit leer. Das ist jetzt etwas besser gefüllt innen drin, weil die Leute eben draußen nichts zu Trinken bekommen. Aber ansonsten, mit diesen paar Freisitz-Tischen fast hundert Angestellte ernähren - das möchte ich mal sehen, wie das einer hinkriegt." Florian Müller, Gastwirt

Verkaufsverbot gilt zunächst bis 24. Juli

Bis zum 24. Juli soll die Schutzmaßnahme dauern. Dann will die Stadt die Situation neu bewerten und entscheiden, ob das nächtliche Verkaufsverbot für "Alkohol to go" fällt oder verlängert wird.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!