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Schifffahrt in Oberbayern in den Osterferien

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Kein "Ahoi" an Ostern: Corona bremst Seenschifffahrt aus

Ab April herrscht für gewöhnlich Hochbetrieb auf den oberbayerischen Seen. Doch die Corona-Pandemie macht der Bayerischen Seenschifffahrt einen Strich durch die Rechnung. Die Schiffe dürfen noch nicht ablegen. Nur am Chiemsee gelten andere Regeln.

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Von
  • Christine Haberlander

Wer an Ostern mit einem Passagierschiff auf dem Königssee, Tegernsee, Ammersee oder Starnberger See schippern wollte, wird enttäuscht. Die Corona-Pandemie verhindert diese Ausflugspläne. Die beliebten Fahrgastschiffe der Bayerischen Seenschifffahrt dürfen vorläufig nicht die Anker lichten und müssen – wie in den vergangenen Monaten – weiter im Hafen und in der Werft bleiben: 19 Elektroboote am Königssee, fünf Schiffe am Tegernsee, fünf Schiffe am Starnberger See und vier Schiffe am Ammersee.

Reparaturen, Sicherheitskurse und Kurzarbeit

Von der Corona-Pandemie betroffen sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Seenschifffahrt. Im Winter wurden in den verschiedenen Werften Reparatur-, Wartungs- und Verschönerungsarbeiten durchgeführt. Für das eine oder andere Schiff ging es dennoch auf den See: Die Besatzungen machten in der eher "staaden Zeit" Sicherheitskurse und übten "Mann-über-Bord-Manöver". Seit Anfang April sind die meisten der 200 Beschäftigten zur Kurzarbeit angemeldet.

Marcus Weisbecker von der Verwaltung der Bayerischen Seenschifffahrt in Schönau am Königssee ist voller Hoffnung, dass es für das Unternehmen demnächst heißt: "Leinen los":

"Wir freuen uns darauf, den Betrieb baldmöglichst wieder aufzumachen und fahren zu dürfen, damit wir ein Stück Normalität zurückbekommen." Marcus Weisbecker, Verwaltung der Bayerischen Seenschifffahrt

Ungewisse Zeit für Schifffahrt und Gäste

Normalerweise transportieren die Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt rund 1,5 Millionen Fahrgäste jährlich über die vier oberbayerischen Seen. Im vergangenen Jahr waren es wegen Corona-Einschränkungen weit weniger, etwa 750.000 Fahrgäste. Alle müssen sich nun weiter gedulden. Geplant ist, dass die Schiffe am 19. April in See stechen, doch auch dieser Termin hängt von der Pandemielage ab.

Schiffs-Ausflug zu den Chiemsee-Inseln möglich

Anders als die Bayerische Seenschifffahrt darf die Chiemsee-Schifffahrt weiterfahren. Der Grund: Die Schiffe dienen auch der Versorgung der Bewohner und Angestellten auf der Frauen- bzw. Herreninsel und gelten deshalb als "öffentliche Verkehrsmittel". Vier kleinere Schiffe der Flotte sind derzeit auf dem Chiemsee im Einsatz und legen stündlich von Prien und Gstadt ab.

Allerdings hat sich der Betreiber dazu entschlossen, nur die Hälfte der Besucher auf jedes Schiff zu lassen, mit FFP2-Maske und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands. Der Andrang wird sich an den Osterfeiertagen ohnehin in Grenzen halten, weil die Gastronomie auf den beiden Chiemsee-Inseln nicht geöffnet ist.

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