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Keimbelastete Wilke Wurst auch in Regensburg im Umlauf | BR24

© pa/dpa/Uwe Zucchi

Blick auf die Produktionsgebäude des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren.

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    Keimbelastete Wilke Wurst auch in Regensburg im Umlauf

    Verkeimte Produkte der Firma Wilke aus Hessen werden mit zwei Todes- und Dutzenden Krankheitsfällen in Verbindung gebracht. Wilke-Wurstwaren sind auch in Regensburg in den Verkauf gekommen. In welchen Märkten ist aber noch nicht bekannt.

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    Auch in Regensburg sind keimbelastete Wurstwaren der Firma Wilke in den Umlauf gekommen. Das hat die Stadt Regensburg auf Anfrage mitgeteilt. Die Behörde sei vom Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) informiert worden.

    Lebensmittelkontrolleure ermitteln mit Hochdruck

    Grundsätzlich liege es aber in der Verantwortung der Lebensmittelunternehmer, betroffene Waren zu sperren und mögliche Abnehmer zu informieren. Wie es bei anderen Fällen von Lebensmittel-Rückrufen üblich sei, ermitteln auch in diesem Fall städtische Lebensmittelkontrolleure auf Grundlage der vorliegenden Vertriebslisten mit Hochdruck, ob entsprechende Informationen angekommen sind. Wie die Stadt mitteilt, werden dadurch die Abnehmer informiert und die Sperrung betroffener Ware veranlasst. Zuerst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" darüber berichtet.

    Gesundheitsgefahr für Verbraucher?

    Ob eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher besteht ist nicht klar. Von der Stadt heißt es dazu: "Für den Fall, dass eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher nicht ausgeschlossen werden kann und es somit zu einem Rückruf kommt, werden wir von den übergeordneten Behörden entsprechend informiert und zur Überwachung des Rückrufes aufgefordert. So auch im aktuellen Fall." Unklar ist noch wo genau die Wurst von der Firma Wilke in Regensburg verkauft worden ist.

    Nach Informationen des Landes Hessen sollen die Wilke-Produkte unter anderem auch unter der Metro-Eigenmarke "ARO" verkauft worden sein. Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind Produkte betroffen, die das Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" irgendwo auf der Verpackung tragen.

    Von Brunn stellt Anfrage an Staatsregierung

    Der SPD-Verbraucherschutz-Experte Florian von Brunn teilte auf Twitter mit, dass er wegen des Listerienfunds in Regensburg eine Anfrage an die Staatsregierung gestellt hat. Von Brunn will wissen, in welchen Märkten genau die Produkte angeboten wurden, wie die Bevölkerung informiert wird und was zu ihrem Schutz getan wird.

    Todesfälle wegen keimbelasteter Wurst?

    Seit einer Woche ist der Fleischhersteller Wilke geschlossen. Gegen den Geschäftsführer der Firma Wilke wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Die Waren der Firma werden mit zwei Todesfällen in Südhessen sowie 37 weiteren Krankheitsfällen wegen keimbelasteter Wurst in Verbindung gebracht.