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Kehraktion: Muslime reinigen Straßen vom Silvestermüll | BR24

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Während andere noch den Beginn des neuen Jahrzehnts feierten, unterstützten 25 freiwillige Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde in Würzburg die Stadtreinigung beim Sauber machen. In elf bayerischen Städten halfen dieses Jahr insgesamt 250 Muslime.

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Kehraktion: Muslime reinigen Straßen vom Silvestermüll

Auch in diesem Jahr waren sie wieder unterwegs: Mitglieder der muslimischen Ahamdiyya Gemeinde haben in mehreren bayerischen Innenstädten die Straßen vom Silvestermüll befreit. Bundesweit haben sich tausende Helfer beteiligt.

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Mit großen Reisigbesen fegen die Mitglieder der muslimischen Ahmadiyya Gemeinde über die Straßen. Seit vielen Jahren reinigen sie immer an Neujahr unentgeltlich die Straßen mehrerer bayerischer Städte vom Silvestermüll. Mit der Aktion möchte die Gemeinde ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement setzen und ihre Verbundenheit zum Heimatort ausdrücken, heißt es in einer Pressemeldung. Die Mitglieder der islamischen Gemeinschaft wollen durch den Neujahrsputz ein Stück weit ihre Dankbarkeit gegenüber der deutschen Gesellschaft ausdrücken. Beginn ist um 4 Uhr, während andere noch feiern oder gerade ins Bett fallen. In diesem Jahr haben sich rund 250 Muslime an den Kehraktionen in Bayern beteiligt.

Deutschlandweit beteiligen sich 6.500 Muslime

Die Aktionen haben dieses Jahr in elf bayerischen Städten stattgefunden, unter anderem in München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg. Deutschlandweit hätten sich laut einem Sprecher der Ahmadiyya Gemeinde über 6.500 Muslime daran beteiligt.

In Würzburg haben insgesamt 25 Gemeindemitglieder das Team der kommunalen Stadtreiniger unterstützt. Dort sind in diesem Jahr insgesamt 5,3 Tonnen Silvestermüll angefallen. Das sind 1,1 Tonnen weniger als 2019. Dennoch waren die Stadtreiniger mit 38 Mitarbeitern und 25 Fahrzeugen im Einsatz. Ahmadiyya ist eine islamische Gemeinschaft, die von Mirza Ghulam Ahmad in den 1880er Jahren in Britisch-Indien gegründet wurde. Die Glaubensgemeinschaft wird wegen ihrer abweichenden Lehrmeinungen von vielen Muslimen als nicht-islamisch abgelehnt und ihre Anhänger in einigen Ländern religiös benachteiligt bzw. verfolgt.