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Kaum Staus in Bayern: Corona verändert den Pfingstverkehr | BR24

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Kilometerlange Staus und Blechkolonnen auf Bayerns Straßen: So geht es normalerweise zu an Pfingsten. Zum Start der Ferien ist es jedoch erstaunlich ruhig. Das liegt auch daran, dass Übernachtungsgäste aus dem Ausland fehlen.

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Kaum Staus in Bayern: Corona verändert den Pfingstverkehr

Zäher Verkehr und Blechkolonnen: So sieht es am Pfingstwochenende normalerweise auf Bayerns Straßen aus. Zum Start der Ferien ist es jedoch erstaunlich ruhig. Das liegt auch daran, dass Übernachtungsgäste aus dem Ausland fehlen.

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Egal ob A3, A7 oder A9: Wenn die Pfingstferien starten, ist auf Bayerns Autobahnen viel los. In diesem Jahr ist das anders, vor allem wegen der Corona-Beschränkungen. Über die Grenze nach Österreich beispielsweise dürfen nur Personen, die einen triftigen Grund haben. Erst zum 15. Juni soll die Grenze wieder öffnen. Aber auch Übernachtungsgäste aus dem Ausland fehlen auf den bayerischen Straßen.

Wenig Pfingstverkehr in Richtung Süden

"Kilometerlange Staus waren an Pfingsten immer vorprogrammiert", sagt Regina Wallner aus der BR-Verkehrsredaktion. Die Situation in diesem Jahr ist im Vergleich außergewöhnlich: Es gibt einige kurze Staus auf den Wegen in die Berge, am Sonntag etwas stockenden Verkehr an der Grenze bei Bad Reichenhall. Ansonsten ist es ruhig. Da über die Grenze nach Österreich aktuell nur Lebenspartner oder Verwandte dürfen, ist der sonstige Pfingstverkehr Richtung Süden nahezu zum Erliegen gekommen. Auch Italien öffnet seine Grenze erst am 3. Juni für deutsche Urlauber.

Urlaubsziele im Norden oder vor der Haustüre

An der Raststätte Riedener Wald an der A7 in Unterfranken zieht es an diesem Wochenende viele Reisende eher in den Norden. "Die Reise geht zu meiner Familie nach Mecklenburg-Vorpommern. Ursprüngliches Reiseziel wäre Tunesien gewesen", sagt eine Frau. Einige Urlauber bleiben lieber in der Region. Ab dem Pfingstwochenende dürfen zum Beispiel die Campingplätze nach der Corona-Pause wieder öffnen. Viele von ihnen bieten allerdings weniger Stellflächen an als sonst. Diese sind, wie zum Beispiel auf den Campingplätzen am bayerischen Untermain, häufig ausgebucht.

Fehlende Touristen aus dem Ausland bedeuten weniger Verkehr

Zum verringerten Verkehrsaufkommen trägt jedoch auch der kaum vorhandene Verkehr aus dem Ausland bei. Dagmar Sauer-Maier erwartet an ihrem Campingplatz in Escherndorf im Landkreis Kitzingen in normalen Jahren Gäste aus Dänemark oder Frankreich. Momentan sind die Grenzen für den Tourismusverkehr dort noch gesperrt. Auch nach der Öffnung glaubt Sauer-Maier nicht an viele Besucher aus dem Ausland. "Das wird dieses Jahr etwas zurückhaltender sein", sagt sie.

Ähnliches berichtet Carsten Hinz, Geschäftsführer des Sonnenhotels Weingut Römmert, wenige Kilometer weiter in Volkach: "Es ist nicht zufriedenstellend, was an Reservierungen vorhanden ist." Gut möglich also, dass längere Urlaubsstaus in diesem Sommer eine Seltenheit bleiben.

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