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Kaum Schnee: Start der Skisaison auf der Zugspitze verschoben | BR24

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Eigentlich war auf der Zugspitze nächste Woche Freitag der Start in die Skisaison geplant. Doch die warmen Temperaturen durchkreuzen die Pläne der Bayerischen Zugspitzbahn. Der Skibetriebsstart auf Deutschlands höchstem Berg wird vorerst verschoben.

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Kaum Schnee: Start der Skisaison auf der Zugspitze verschoben

Skifahrer müssen sich dieses Jahr auf der Zugspitze gedulden: Der geplante Saisonstart am 16. November fällt wegen der warmen Temperaturen flach. Wann eröffnet wird, ist unklar. Derweil können sich die Wintersportler mit einer Bauernregel trösten.

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In den vergangenen beiden Jahren hatte der in schattigen Mulden und Ritzen übersommerte Schnee aus dem letzten Winter für einen frühen Start in die Skisaison gesorgt. Dieses sogenannte Snowfarming hat überraschenderweise auch im ungewöhnlich trockenen und heißen Sommer dieses Jahres funktioniert. Viel schlimmer fürs Schneedepot sei Regen, erklärt Verena Lothes von der Bayerischen Zugspitzbahn, da schmelze der Schnee aus dem vergangenen Winter schnell dahin.

Zwei Drittel der Schneemasse aus der Saison 2017/2018 haben gut übersommert. Anfangs lief alles nach Plan: Schon Anfang Oktober wurde der Schnee auf die Pisten verteilt, in der letzten Oktoberwoche folgte die Grundpräparation.

Zugspitzgipfel nur leicht überzuckert

Danach begann das große Warten auf kältere Temperaturen – und vor allem auf Schnee. Doch der lässt auf sich warten: Gerade mal ein bis zwei Zentimeter hat es geschneit. Wer auf die Webcam klickt sieht, dass der Zugspitzgipfel gerade mal leicht überzuckert ist. An Skibetrieb sei nicht zu denken, sagt Lothes. Das Ski-Opening ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Pistenraupen bleiben vorerst in den Startlöchern.

Bauernregel lässt hoffen

Obwohl die Meteorologen prophezeien, dass es bis Anfang Dezember warm und trocken bleibt, nährt eine Bauernregel die Hoffnung auf Kälte und Schnee. Da heißt es: "Warmer Oktober bringt fürwahr uns sehr kalten Januar und Februar." Die Statistik bestätigt die Bauernregel: In 90 Prozent aller Fälle ist es überdurchschnittlich kalt im Januar, und auch der Februar ist bei einem schönen Oktober überdurchschnittlich frostig.

Die Sache mit den Sonnenflecken

Und dann wären da noch die Flecken auf der Sonne: Je weniger Sonnenflecken zu beobachten sind, umso weniger aktiv ist die Sonne und desto kälter wird es. Derzeit deutet alles auf einen Zyklus von geringer Sonnenaktivität hin. In der Vergangenheit waren das oft sehr kalte und schneereiche Winter.