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Eine Wiese voller blühender Pflanzen und Blumen (Symbolbild)
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Eine Wiese voller blühender Pflanzen und Blumen (Symbolbild)

Jeder weiß: Salat braucht genügend Wasser. Damit die Pflänzchen in regenarmen Zeiten nicht eingehen, greifen viele zum Schlauch oder zum Eimer. Doch genau das ist falsch, sagt die Expertin von der Gartenakademie in Veitshöchheim.

"Wir empfehlen, dass man nicht ständig gießt. Nicht jeden Tag so ein bisschen, sondern dass man zwei bis drei Mal die Woche richtig ordentlich gießt, also dass man den Boden richtig gut durchfeuchtet, auch in mehreren Gaben, also erstmal noch ein bisschen einsickern lassen, und dann nochmal drüber gießt, damit das Wasser auch tatsächlich in die tieferen Bodenschichten eindringen kann." Claudia Schönmüller, Mitarbeiterin in der Gartenakademie Veitshöchheim

Mediterrane Kräuter brauchen weniger Wasser

Genau wie Salat brauchen auch heimische Kräuter wie etwa Petersilie, Liebstöckel und Ampfer viel Wasser. Einfacher tun sich Hobby-Gärtner mit mediterranen Kräutern, wie Thymian und Rosmarin. Diese vertragen Hitze und Trockenheit wesentlich besser, wie Schönmüller weiß: "Das sind meist Kräuter mit sehr kleinen Blättern, oder auch nadelförmigen Blättern, die letztendlich dazu dienen, dass die Verdunstung gering gehalten wird. Bei Rosmarin haben wir auch so Einlagerungen, die das Blatt vor der Sonneneinstrahlung schützen. Heimische Kräuter hätten größere und weiche Blätter und damit nur einen geringen Sonnen- und Verdunstungsschutz, so Schönmüller. Sie nähmen es einem übel, wenn sie in der Sonne stehen.

Es gibt auch unkomplizierte Pflanzensorten

Zu viel Gießen schadet nicht nur den Pflanzen im Freien. Auch Topfpflanzen reagieren bei Staunässe sensibel. Aber auch dagegen gibt es eine Lösung: Ein besonderes Tropfsystem für Topfpflanzen gibt automatisch Wasser ab, wenn die Erde zu trocken ist. Wer gerne üppigere Pflanzen in seinem Garten hat, sollte zu Gewächsen wie der Yucca-Palme greifen oder zu Gräsern. Sie sind unkompliziert, weil sie wenig Wasser brauchen – genauso wie Schwertlilie oder Bergenie.

Auf die Beschaffenheit des Bodens kommt es an

Das Problem: Wenn es endlich 'mal regnet, kann der Boden die Wassermengen oft nicht richtig aufnehmen. Hier helfen Humus und Kompost. Wenn man sie unter die Erde hackt, kann das Wasser besser gespeichert werden. Auf eine grüne Pracht muss man also auch in Zukunft nicht verzichten.